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Leipziger Wohnungsbaugenossenschaft übernimmt WG Hartha

"Die frohe Botschaft verkündete der Vorstandsvorsitzende gleich selbst: „Sie haben sich für die Fusion entschieden“, sagte Jörg Keim von der Wohnungsbau-Genossenschaft Kontakt aus Leipzig. Am Montag waren die Vertreter der Genossenschaft zu ihrer Versammlung zusammengekommen, bei der unter anderem über eine Verschmelzung mit der WG Hartha (WGH) abgestimmt werden sollte. Deren Mitglieder hatten einer Fusion bereits zuvor zugestimmt, so nun auch die Vertreter in Leipzig. „Ich könnte jetzt salopp sagen, dass die Entscheidung eindeutig ausfiel. Ganz so einfach war es dann doch nicht, schließlich haben wir uns unter anderem dazu bereit erklärt, die Schulden der Harthaer zu übernehmen. Ich denke jedoch, dass die Entscheidung ein gutes Zeichen ist“, erklärte Vorstandsvorsitzender Keim. 

 

Vertreter der WBG Kontakt stimmen Fusion zu

65 von 94 Vertretern waren zur Versammlung erschienen. Mit Ausnahme einer Enthaltung stimmten alle für die Verschmelzung. „Die Entscheidung zeigt, dass sich Genossenschaften auch gegenseitig helfen können“, sagte Keim. Die Fusion selbst sei mit dem Beschluss der Leipziger abgeschlossen. „Es gibt eine vierwöchige Karenzfrist und wir müssen noch mal zum Notar. Sobald das allerdings erledigt ist, gilt die Verschmelzung rückwirkend ab 1. Januar 2018“, so der Vorstandsvorsitzende. 

 

Was ändert sich für die Mieter der WG Hartha?

Für die Harthaer Mieter ändert sich derweil zunächst nichts. „Wir werden irgendwann noch das Konto ändern, aber davon werden die Mieter im Grunde nichts merken.“ 

Durch die Übernahme bleibe ein Differenzbetrag für Mitglieder der WG Hartha von 1,61 Euro, den die WBG Kontakt auszahlen möchte. „Da müssen wir mal noch sehen, wie wir das machen. Darum kümmern wir uns jedoch noch, sobald alles Weitere erledigt ist“, sagte Keim. Darüber hinaus soll ein sogenanntes Auseinandersetzungsguthaben an ausgeschiedene Mitglieder der Harthaer Wohngenossenschaft ausgezahlt werden. 

Bereits seit 2014 hat die WBG Kontakt die Geschäfte für die WG Hartha übernommen. Seitdem konnte die wirtschaftliche Situation der Harthaer stabilisiert werden, wie es in einem Brief an die Mitglieder Anfang des Jahres hieß, in dem erstmals von einer Verschmelzung die Rede war. Diese werde nachhaltig wirtschaftliche Stabilität schaffen, „verbunden mit der Sicherheit, auch weiterhin langfristig in einer bezahlbaren Wohnung zu leben“, so der Inhalt des Briefes. Gleichzeitig habe es jedoch auch keine Alternative zu der Fusion gegeben, wie Keim erklärte. „Die WGH war zwar nicht insolvent, stand jedoch mit dem Rücken zur Wand.“ 11,5 Millionen Euro Schulden hatten sich in den letzten Jahren angehäuft. Diese werden nun zusammen mit den Häusern, Wohnungen und Mitarbeitern der WGH durch die WG Kontakt übernommen. 

Anders als bei der Versammlung in Hartha habe es in Leipzig keine Diskussionen um die Fusion gegeben. Während der Mitgliederversammlung waren Fragen bezüglich der Geschäftsstelle der WGH sowie einer möglichen Mieterhöhung aufgekommen. Keim versicherte bereits damals, dass die Geschäftsstelle zusammen mit den Mitarbeitern in Hartha erhalten bleibe. 

Zum Thema Mieterhöhung bezog er nun noch einmal Stellung. „Eine Mieterhöhung kommt nicht. Die Mieten werden sicherlich einmal angepasst, aber auch das wird nicht jetzt gleich passieren“, so der Vorstandsvorsitzende. 

Mit Unterstützung der Gläubigerbank werde die WBG Kontakt nun in den Bestand in Hartha investieren. Dieser soll modernisiert und altersgerecht umgebaut werden. „Wir reden hier von Fahrstühlen, ebenerdigen Duschen und breiteren Türen. Die Frage bleibt, wie wir mit den unbebauten Flächen umgehen sollen. Das werden wir dann in den kommenden Jahren angehen“, sagte Keim."

Quelle: Mittmann, Eric: Leipziger übernehmen WG HarthaSächsische Zeitung, 27.06.2018


Die Mitglieder der WG Hartha stimmen für eine Verschmelzung mit der WBG Kontakt

"Gut gelaunt meldete sich Jörg Keim Dienstagmorgen am Telefon. „Wir haben eine 100-prozentige Zusage“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Wohnbau-Genossenschaft Kontakt aus Leipzig. Am Abend zuvor hatten sich die Mitglieder der Wohngenossenschaft Hartha (WGH) zu ihrer alljährlichen Versammlung zusammengefunden, bei der über eine Fusion mit der Leipziger Genossenschaft entschieden werden sollte. 

Keim zufolge waren 88 Mitglieder anwesend, die zudem zehn Vollmachten im Gepäck hatten. „Sie alle stimmten für die Verschmelzung“, so der Vorsitzende. Diese soll rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 in Kraft treten. Zuvor müssen jedoch noch die Mitglieder der WBG Kontakt dafür stimmen. Eine Entscheidung ist für den 25. Juni geplant. „Die Chancen sind dabei nicht schlecht. Schließlich haben uns die Mitglieder im Dezember schon dazu ermächtigt, die Fusion voranzutreiben“, so Keim. 

Vor der Entscheidung der WGH wurde zunächst der Verschmelzungsvertrag vorgestellt. Darin erklärt die WBG Kontakt, dass sie die Harthaer Wohngenossenschaft vollständig übernehmen wird. Neben den Wohnungen, Häusern und Mitarbeitern ist dabei auch eine Übernahme der Schulden der WGH in Höhe von 11,5 Millionen Euro vorgesehen. Die Harthaer Mitglieder werden künftig Mitglieder bei Kontakt. „Es gab eine Diskussion über die Geschäftsstelle. Diese bleibt in Hartha, ebenso wie die Mitarbeiter“, so Keim. Ebenso seien Fragen zu einer Mieterhöhung aufgekommen. Diese könnte kommen, allerdings nicht im nächsten Jahr, sagte der Vorstandsvorsitzende. 

Eine Alternative zur Fusion habe es nicht gegeben. „Die WGH war zwar nicht insolvent, stand jedoch mit dem Rücken zur Wand“, hatte Keim bei einem Termin am Montag erklärt. 

Mit Unterstützung der Gläubigerbank werde die WBG Kontakt nun in den Bestand in Hartha investieren. Dieser soll modernisiert und altersgerecht umgebaut werden. „Wir reden hier von Fahrstühlen, ebenerdigen Duschen und breiteren Türen. Die Frage bleibt, wie wir mit den unbebauten Flächen umgehen sollen. Das werden wir dann in den kommenden Jahren angehen“, sagte Keim."

Quelle: Mittmann, Eric: WG Hartha stimmt für FusionSächsische Zeitung, 13.06.2018


Der „Winter“ wird trockengelegt - Baumaßnahmen in der Nordstraße

Mitarbeiter der Firma Estler Straßen- und Tiefbau arbeiten derzeit am Wohnblock Nordstraße 38 bis 42. Nach der Kanalisation wird die Umfahrung erneuert. Außerdem entstehen fünf Pkw-Stellplätze.
© Dietmar Thomas

"Die Bewohner des Wohnblocks „Winter“ der Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) an der Nordstraße müssen derzeit mit Behinderungen leben. Grund sind Bauarbeiten an der Umfahrung. Gleichzeitig wird das Gebäude an der Hangseite trockengelegt. „Wir hatten in den vergangenen Jahren Beschwerden von Mietern, in deren Keller das Wasser hineingedrückt wurde“, erklärte Jörg Keim, Vorstandsvorsitzender der WGH. 

Der Auftrag wird von der Firma Estler Straßen- und Tiefbau Hartha ausgeführt. Die Kosten belaufen sich auf etwa 50 000 Euro. „Die Häuser sind in der 60er-Jahren gebaut worden, die alte Kanalisation ist marode und wird saniert“, so Keim. Wenn die Arbeiten am Entwässerungssystem abgeschlossen sind, soll die Fahrstraße erneuert werden. 

 

Sieben Stellplätze entstehen

In diesem Zusammenhang entstehen auch sieben Pkw-Stellplätze für die Anwohner. „Wenn es das Wetter zulässt, sollen die Arbeiten möglichst vor Weihnachten abgeschlossen sein“, so Jörg Keim. 

Der Vorstandsvorsitzende hofft weiter, dass im nächsten Jahr die Modernisierung des Wohnblocks 20 bis 26 an der Straße des Friedens in Angriff genommen werden kann. Die WGH will die Etagenheizungen austauschen. Auch der Anbau von Balkonen ist immer noch im Blick. Besonders attraktiv könnten sie werden, wenn sie mit einem Aufzug ausgestattet würden, so Keim. Nach den Bauarbeiten würden die Wohnungen barrierearm und altersgerecht sein. Jedoch ist die Wohnungsgenossenschaft dabei auf Fördermittel angewiesen. Insbesondere betreffe dies den Einbau der Aufzüge. Eventuell solle auch in Häuser an der Döbelner Straße investiert werden, so Keim. 

Derzeit hat die Genossenschaft 560 Wohnungen. 29 Prozent davon stehen leer. Mehr als jede dritte Wohnung wurde bereits vor 1990 vermietet. Das heißt, die meisten Mieter sind schon älter. „Die Demografieproblematik wirkt sich spürbar aus“, so Jörg Keim. Dies betreffe nicht nur die Sterbefälle, sondern auch den Umzug ins Pflegeheim oder Betreutes Wohnen. Trotz aller Probleme stehe die WGH auf soliden Füßen. „Wir können unsere Rechnungen bezahlen“, so Keim."

 

Quelle: Korn, Frank: Der "Winter" wird trockengelegt, Sächsische Zeitung, 23.11.2017


Mitgliederversammlung der Wohnungsgenossenschaft Hartha

"Die Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) hat zurzeit über eine halbe Million Euro auf dem Konto. 415 000 Euro davon sollen für Investitionen ausgegeben werden. „Wir bezahlen alle unsere Rechnungen und auch den Lohn pünktlich. Deshalb kann ich nicht verstehen, dass es das Gerücht gibt, dass die Genossenschaft pleite ist“, so der Vorstand der WGH Jörg Keim zur Mitgliederversammlung in der Hartharena. Er könne dem nur widersprechen.

Neben der bereits erfolgten Gebäudeabdichtung im vorderen Teil des Objektes Weststraße 2 bis 4, soll im Herbst die für Niederschlagsrückstau verantwortliche Weide gefällt und die kaputte Schleuse repariert werden.

Zahlungsfähigkeit immer gesichert

Der Vorstand hatte auch jede Menge Zahlen mitgebracht. „Als die Leipziger Wohnungsgenossenschaft Kontakt zu Weihnachten im Jahr 2013 vor der Frage stand, die Harthaer Wohnungsgenossenschaft zu betreuen, war uns damals nicht ganz wohl“, sagte Rainer Löhnert vom Aufsichtsrat. Er leitete die Versammlung. 

Gefühlt hat die Wohnungsgenossenschaft Hartha im Jahr 2016 gut gewirtschaftet, auch wenn ein Fehlbetrag in Höhe von 13 000 Euro ausgewiesen ist. Der Schuldenberg konnte um 312 000 Euro minimiert werden. „Das heißt, wir haben in dieser Höhe Kredite zurückgezahlt und das bei Mieteinnahmen in Höhe von jährlich 1,4 Millionen Euro. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war immer gesichert. Es seien zwar nur kleine Schritte beim Abbau der Verbindlichkeiten in Höhe von rund zwölf Millionen Euro, aber wir setzen Zeichen, dass es langsam vorwärts geht“, so Jörg Keim. Trotzdem ist die WGH für die Banken immer noch ein Sanierungsfall. 

 

Investitionen geplant

Dass es auf gutem Weg Schritt für Schritt weitergeht, werden vor allem die Mieter im Wohnblock 20 bis 26 an der Straße des Friedens zu spüren bekommen. In den Wohnungen ist eine Modernisierung geplant. Hier sollen die Etagenheizungen ausgetauscht werden. Dazu ist der Anbau von Balkonen immer noch im Blick. Besonders attraktiv könnten sie werden, wenn sie mit einem Aufzug ausgestattet würden, so Keim. Nach den Bauarbeiten würden die Wohnungen barrierearm und altersgerecht sein. Über dieses Vorhaben sind sich der Aufsichtsrat und die Bank einig. „Doch das ist zurzeit nicht realisierbar“, sagte Keim. Sollte jedoch der Freistaat Sachsen demnächst Fördermittel in Aussicht stellen, wäre das Projekt wieder in greifbare Nähe gerückt. Zurzeit sei man dabei, das Feuchtigkeitsproblem im Haus an der Weststraße 2 bis 4 zu beseitigen. Die Gebäudeabdichtung im vorderen Teil des Blocks ist durch die Firma Straßen- und Tiefbau Estler erfolgt. Die Kosten belaufen sich auf fast 18 000 Euro. Im Herbst wird noch die große Weide gefällt. „Durch sie gibt es bei Starkniederschlägen einen Rückstau“, so Keim. Dann könne auch die kaputte Schleuse repariert und verhindert werden, dass Wasser in den Keller läuft. Ein schon länger geplantes Projekt, die Umfahrung des Blockes Nordstraße 38 bis 42 soll ebenfalls in diesem Jahr umgesetzt werden. Die Fahrstraße ist zurzeit schlecht und die Entwässerung kaputt. 

 

Wäschemangel wird geschlossen

Er hat zur Mitgliederversammlung auch eine weniger schöne Nachricht. „Die Wäschemangel mussten wir Ende Juni schließen. Sie hat sich einfach nicht gerechnet. Der Aufwand war mit dem Ertrag nicht mehr zu rechtfertigen“, sagte der Vorstand. Er bedankte sich bei Familie Guhlmann für die Betreuung der Wäschemangel.

Sascha Quasdorf ist seit diesem Jahr ehrenamtlicher Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Hartha und arbeitet hauptamtlich als Controller der Wohnungsbau-Genossenschaft „Kontakt“ in Leipzig.

Umrüstung für Internet und TV-Empfang 

Ein weiteres aktuelles Thema ist zurzeit die Umrüstung für das Internet und den Fernsehempfang durch die Firmen Sicherheitstechnik Tony Paulick und Fernsehtechnik Nico Paulick. Ziel sei es, bis Ende des Monats die Kabel bis ans Haus zu legen. Im Oktober soll dann alles fertig sein. Ab dem 1. Juli 2018 übernimmt die Firma auch diejenigen Kunden, die bis dahin durch Telecolumbus versorgt waren.

 

163 Wohnungen stehen leer

Derzeit hat die Genossenschaft 560 Wohnungen. 163 davon sind nicht vermietet. Das entspricht einer Leerstandsquote von 29 Prozent – trotz des Stilllegens von leeren Wohnungen in den oberen Etagen. Mehr als jede dritte Wohnung wurde bereits vor 1990 vermietet. Das heißt, die meisten Mieter sind schon älter. „Die Demografieproblematik wirkt sich inzwischen spürbar aus. Seit Anfang 2017 gab es zehn Auszüge aufgrund von Sterbefällen, Umzug ins Pflegeheim oder Betreutes Wohnen“, so Keim. 600 000 Euro haben die WGH die nicht vermieteten Wohnungen gekostet. Diese Zahl setzt sich aus fehlenden Mieteinnahmen und nicht umlagefähigen Betriebskosten zusammen. Das Geschäftsjahr 2016 wurde mit einer Bilanzsumme in Höhe von etwas mehr als 14 Millionen Euro abgeschlossen. 12,9 Millionen Euro davon sind Anlagevermögen. Das heißt, das ist der Wert der Gebäude. Dem gegenüber stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 12,5 Millionen Euro und Eigenkapital von 1,4 Millionen Euro. Die WGH hatte Ende vergangenen Jahres 448 Mitglieder. Das sind zehn weniger als im Vorjahr. Jährlich gibt die Genossenschaft 175 000 Euro für laufende Instandhaltungsmaßnahmen und Modernisierung im Zuge von Nutzerwechsel aus."

 

Quelle: Jentzsch, Silvia : Gut gewirtschaftet - dennoch Sanierungsfall, Sächsische Zeitung, 14.07.2017


Herr Keim resümiert im Interview mit der Sächsischen Zeitung das vergangene Geschäftsjahr und gibt einen Ausblick auf bevorstehende Projekte!

Die Häuser an der Straße des Friedens 20 bis 26 sollen entsprechend der gegenwärtigen Pläne der WGH Balkone und eine andere Heizung bekommen.

"Die Wohnungsgenossenschaft Hartha zieht eine positive Bilanz. Sie hat aber noch Verbindlichkeiten in Höhe von zwölf Millionen Euro. Trotzdem hat sie im vergangenen Jahr 400 000 Euro investiert. 

Herr Keim, wie schätzen Sie aus wirtschaftlicher Sicht das vergangene Jahr für die Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) ein?Gefühlt hat die Wohnungsgenossenschaft Hartha im Jahr 2016 gut gewirtschaftet. Wir konnten uns sogar ein kleines finanzielles Pölsterchen anlegen und den Schuldenberg um 300 000 Euro minimieren. Das heißt, wir haben in dieser Höhe Kredite zurückgezahlt und das bei Mieteinnahmen in Höhe von jährlich 1,4 Millionen Euro. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war immer gesichert. Das sind zwar nur kleine Schritte bei Verbindlichkeiten in Höhe von rund zwölf Millionen Euro, aber wir setzen Zeichen, dass es langsam vorwärts geht. Trotzdem ist die WGH, deren wirtschaftliche Schieflage im Jahr 2013 bekannt wurde, für die Banken immer noch ein Sanierungsfall. 

Im vergangenen Jahr wurde der Wohnblock 10/12 am Mastener Weg in Limmritz verkauft. Das Geld sollte investiert werden. Was ist daraus geworden?Wir haben uns zum einen aus wirtschaftlichen Gründen von dem Wohnblock getrennt – zwölf der 25 Wohnungen stehen leer – und auch, weil es das Sanierungskonzept der Bank so fordert. Wir haben uns mit dem Verkauf sehr schwer getan. Schließlich trennten wir uns von einem Vermögen. Aber der Verkauf war notwendig, um Geld zu generieren. Geplant ist, mit einem Teil des Erlöses, Balkone an die Häuser an der Straße des Friedens 20 bis 26 anzubauen. Außerdem wollen wir die Erneuerung der Heizung in Angriff nehmen. Zurzeit hat jede Wohnung dort eine separate Wamsler-Heizung. Das heißt mit dem Ofen, der in der Küche steht, wird die Wohnung beheizt, das Wasser erwärmt und gekocht. Wir sind noch dabei zu prüfen, welche Art der Heizung wir favorisieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. 

Im vergangenen Jahr hat die WGH 400 000 Euro investiert. Was wurde mit dem Geld in Ordnung gebracht?Es wurden für 110 000 Euro laufende Instandhaltungen an Wohnungen durchgeführt. Aber auch für Neuvermietungen wurden die Wohnungen mit einem Volumen von 217 000 Euro vorgerichtet – um nur die wichtigsten Positionen zu nennen.

Straße des Friedens 20 bis 26

Wie hoch ist der Leerstand und was wollen Sie unternehmen, um diesen zu verringern?Von den 583 Wohnungen stehen 153 leer. Diese Zahl ist konstant. Es gab 25 Auszüge und 27 Wohnungen wurden neu belegt. Einige Genossenschaftler sind umgezogen. Aber wir haben auch neue Mieter gewinnen können. Mit dem Anbau von Balkonen und der Sanierung von Wohnungen will die WGH für Mieter attraktiv sein. Wir können mit normalen Mieten und schön hergerichteten Wohnungen punkten. Es gibt manche Häuser, wie das Haus Nummer 7 am Markt, in dem es keine freie Wohnung gibt. Nach wie vor sind die Wohnungen in den oberen Etagen der Wohnblocks weniger beliebt. 

Im Mai 2014 wurde die Begegnungsstätte im Haus Nummer 55 eingerichtet. Wie wird dieses Angebot angenommen?Wir sind zufrieden. Es kommt immer auf das Thema an. Ich denke, wir haben in den fast drei Jahren unsere Erfahrungen gesammelt und wissen, was die Leute wollen. So wird es am 22. März einen Vortrag zum Thema „Vertreibung – Flucht – Ankunft“ geben. Familie Mohhy aus Kurdistan wird ihre Erlebnisse schildern. Sie lebt in einer Wohnung unserer Genossenschaft. Organisiert hat die Veranstaltung Genossenschaftsmitglied Wolfgang Berger. Für April planen wir eine Buchlesung mit der Chefin der Bibliothek Andrea Zenker und im Juni gibt es einen Vortrag der Apothekerin Monika Koch. Im Mai kann im Sitzen getanzt werden. 

Gibt es noch das Projekt der Altersbegleiter?Das Programm der Alltagsbegleiter wurde für unsere Genossenschaft leider nicht weiter gefördert. 

Wann werden Sie den Genossenschaftlern die Bilanz vorstellen und gibt es weitere Neuigkeiten?Unsere Mitgliederversammlung ist für den 3. Juli geplant. Neu ist, dass die WGH einen dritten Vorstand hat, damit ich mich meiner Aufgabe bei der großen Wohnungsgenossenschaft Kontakt in Leipzig intensiver widmen kann. Neuer Vorstand ist Sascha Quasdorf aus Leipzig, ebenfalls von der Wohnbaugenossenschaft Kontakt. Er und Karola Seidler werden meine Arbeit unterstützen."

Quelle: Jentzsch, Silvia : Balkone für den nächsten Block, Sächsische Zeitung, 17.03.2017

Sorge um Wäscheplatz ist unbegründet

© André Braun, Sächsische Zeitung

"Die Anwohner der Häuser 12 bis 18 an der Straße des Friedens sind etwas erschrocken. Hinter dem Block, der der Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) gehört, wurden Bäume gefällt. Ein Teil des zum Gebäude gehörenden Wäscheplatzes ist davon betroffen. „Wahrscheinlich hängen die Fällarbeiten mit einem neuen Projekt der Seniorenresidenz zusammen“, vermuten die Mieter. Sie haben Bedenken, dass sie für die Baumaßnahme auch einen Teil des Wäscheplatzes, den sie noch rege nutzen, aufgeben müssen. Und damit liegen sie nicht falsch. „Ja, wir haben das Grundstück, auf dem die ehemalige Verwaltung stand, und einen Teil des Wäscheplatzes für ein Vorhaben der Seniorenresidenz verkauft“, bestätigt der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Jörg Keim. Es sei etwas mehr als die Hälfte des Wäscheplatzes. „Wir werden diesen im Frühjahr, wenn es die Witterung erlaubt, teilweise umbauen“, so der Vorstand. Die Säulen für das Anbringen der Leinen werden dann neu aufgestellt. „Mit uns ist bisher nicht gesprochen worden. Wir wissen nicht, was mit dem Wäscheplan passiert. Es wäre schön gewesen, wenn man uns informiert hätte. Schließlich macht man sich seine Gedanken“, so ein anderer Mieter. 

Der Wäscheplatz werde immer gut genutzt – von manchen fast täglich, wenn die Witterung passt. „Dafür ist ja auch ein Wäscheplan da. Die erste bis dritte Reihe sind gut genutzt. Etwas großzügig gestaltet ist die letzte Reihe, die weniger in Beschlag genommen wird“, so der Genossenschaftler. Im Block 12 bis 18 gibt es 32 Wohnungen – fünf davon stehen leer. 

Ein weiteres Problem sehen die Mieter in der Parkplatzsituation.

„In der Woche gibt es weniger Probleme. Doch wenn am Wochenende die Bewohner der Seniorenresidenz Besuch bekommen, dann wird es eng auf der Straße des Friedens“, so der Anwohner. Wenn jetzt noch ein zusätzliches Objekt entstehe, könnte es sein, dass sich die Parkplatzsituation weiter verschärft, befürchten die Mieter. „Wenn ein Neubau entsteht, muss nachgewiesen werden, dass entsprechend viele Parkplätze entstehen. Und das wird auch kontrolliert“, so Bauamtsleiter Ronald Fischer. Ansonsten stehen die öffentlichen Parkplätze der Allgemeinheit zur Verfügung. Niemand habe besondere Rechte auf einen Parkplatz, weil er zum Beispiel in dieser Straße wohnt. „Es besteht auch die Möglichkeit in der Nähe des Wohnblockes zu parken“, sagte der Vorstand der Genossenschaft Jörg Keim. Er verweist auf Flächen in der Nähe des Garagenkomplexes."

Quelle: Jentzsch, Silvia : Weniger Platz für Platz, Sächsische Zeitung, 02.03.2017


WGH setzt Anbau von Balkonen fort

© Dietmar Thomas

"Gefühlt hat die Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) im Jahr 2015 gut gewirtschaftet. Das berichtete Vorstand Jörg Keim zur Mitgliederversammlung der Genossenschaftler. Zwar stehe ein Verlust in Höhe von 127 000 Euro zu Buche. Das hänge aber mit dem Verkauf des Hauses in Limmritz zusammen. Dadurch war eine außerplanmäßige Abschreibung in der Bilanz notwendig. Das Geld ist aber nicht verloren gegangen. „Eigentlich hätten wir im vergangenen Jahr einen geringfügigen Gewinn in Höhe von 62 000 Euro erwirtschaftet“, so Jörg Keim. 

Das Geld, das die WGH durch den Verkauf des Hauses in Limmritz eingenommen hat, soll wieder investiert werden, so der Vorstand. Geplant ist, im nächsten Jahr Balkone an die Häuser an der Straße des Friedens 20 bis 26 anzubauen. „Außerdem wollen wir die Heizung Stück für Stück in Angriff nehmen“, sagte Keim. Zurzeit hat jede Wohnung eine separate Wamsler-Heizung. Das heißt mit dem Ofen, der in der Küche steht, wird die Wohnung beheizt, das Wasser erwärmt und gekocht. Künftig soll es pro Eingang eine zentrale Gasheizung geben. Darüber informierte der Vorstand als Ausblick. 

Er zog zur Versammlung auch Bilanz. So wurden im vergangenen Jahr 500 000 Euro investiert. 300 000 Euro flossen in die Modernisierung und 200 000 Euro in die Instandhaltung. Zu den Modernisierungen gehören unter anderem der Anbau der Balkone am Wohnblock „Winter“ an der Nordstraße und die Sanierung von leerstehenden Wohnungen in diesem Block. Die Treppen und Wege vor dem Wohnblock 1 bis 7 sind in Ordnung gebracht worden. Für die letzten Hauseingänge wurde eine Rampe gebaut, damit sowohl die Nutzer eines Rollators oder Leute mit kleinen Kindern problemlos ihr Ziel erreichen können. Auch fünf Wohnungen, die die Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung Freiberg mbH (GSQ), die für die Unterbringung von Asylsuchende und Flüchtlingen zuständig ist, gemietet hat, mussten in minimalem Umfang saniert werden. 

600 000 Euro für Zinsen und Tilgungen

Die WGH hat im vergangenen Jahr 600 000 Euro Zinsen und Kredite getilgt und das bei Mieteinnahmen in Höhe von 1,4 Millionen Euro. Die Höhe der Kredite ist ebenfalls gesenkt worden, sodass die Verschuldung um mehr als 100 000 Euro verringert werden konnte. „Das sind zwar nur kleine Schritte bei Verbindlichkeiten in Höhe von rund zwölf Millionen Euro, aber wir setzen Zeichen, dass es langsam vorwärts geht“, sagte Jörg Keim. Trotzdem sei die WGH, deren wirtschaftliche Schieflage im Jahr 2013 bekannt wurde, für die Banken immer noch ein Sanierungsfall. 

In diesem Jahr sollen noch die Entwässerungsprobleme an der Nordstraße 43, an der Weststraße und im „Winter“ an der Nordstraße beseitigt werden. 

Von den 583 Wohnungen stehen 151 leer. Diese Zahl ist konstant geblieben. Es gab 42 Auszüge und 30 Wohnungen wurden neu belegt. Mit dem Anbau von Balkonen und der Sanierung von Wohnungen will die WGH für Mieter attraktiv sein. „Wir können mit normalen Mieten und schön hergerichteten Wohnungen punkten“, sagte der Vorstand. Eine Nachfrage nach hochwertigen Wohnungen in schöner Lage, für die die Mieter auch bereit sind, mehr Geld zu bezahlen, gebe es in Hartha nicht."

Quelle: Jentzsch, Silvia : Noch mehr Balkone, Sächsische Zeitung, 06.07.2016


Bekanntmachung Mitgliederversammlung

Unsere diesjährige Mitgliederversammlung findet am Montag, den 04. Juli 2016 in der HarthArena statt, für welche wir nachfolgende Tagesordnung veröffentlichen.


Kabelnetzbetreiberwechsel ab 1. Juli 2016

Die Mitglieder und Mieter der WGH, welche bis Dato durch den Kabelnetzbetreiber Video & Ton Holfert versorgt wurden, werden ab 1. Juli 2016 durch die Sicherheits- & Fernsehtechnik Paulick kompetent beraten und versorgt. Für die betroffenen Mitglieder und Mieter der Liegenschaften Weststraße 2-4 und 6-8, Heinrich-Heine-Straße 4-8, Markt 7, Leipziger Straße 21 und Nordstraße 20-22 ändert sich durch den Kabelnetzbetreiberwechsel nichts.

Nähere Informationen können Sie dem beigefügten Informationsschreiben entnehmen. 


Wohnungsgenossenschaft Hartha hat den Wohnblock in Limmritz verkauft

Die Wohnungsgenossenschaft Hartha hat den Wohnblock am Mastener Weg 10 bis 12 in Limmritz verkauft.

"Die Wohnungsgenossenschaft Hartha hat den Wohnblock 10 bis 12 am Mastener Weg verkauft. Das wurde den Mietern schriftlich mitgeteilt. Bereits zur Mitgliederversammlung im Juni vergangenen Jahres informierte der Vorstand darüber, dass sich die Genossenschaft von diesem Objekt trennen will. Zum einen aus wirtschaftlichen Gründen – zwölf der 25 Wohnungen stehen leer – und auch, weil es das Sanierungskonzept der Bank so fordert. „Wir haben uns mit dem Verkauf sehr schwer getan. Schließlich trennen wir uns von einem Vermögen. Aber er ist notwendig, um Geld zu generieren. Zurzeit laufen Gespräche mit der Bank. Wir wollen, wenn es möglich ist, das Geld in Wohnungen in Hartha investieren“, so Vorstand Jörg Keim. 

Dass sich das in Bezug auf die bessere Vermietung von leerstehenden Wohnungen lohnt, zeigen die Wohnblöcke Herbst und Winter an der Nordstraße. Seit sie Balkone haben und die bis dahin nicht vermieteten Wohnungen saniert wurden, gibt es mehr Interessenten für die Wohnungen. 

Der Altneubau in Limmritz war das einzige Objekt der Wohnungsgenossenschaft außerhalb von Hartha. Es sei nicht einfach gewesen, den Altneubau zu verkaufen. Das habe ein Makler im Auftrag der Wohnungsgenossenschaft übernommen. „Es war ein langwieriger Verkaufsprozess“, so Vorstand Jörg Keim.  

Der neue Eigentümer ist Sandro Wende aus Ingensdorf. Ihm gehören auch schon Wohnblocks in Zschaitz. Verwaltet werden sie und künftig der Block in Limmritz von der TL Immobilien Lachotta in Döbeln. Einige Mieter sind wegen des Anschreibens verunsichert. Sie fragen sich, ob sie nun mit einer Mieterhöhung rechnen müssen. Sandro Wende kann die Mieter beruhigen. „Die Mieten sollen so bleiben, wie sie sind“, so der Mann aus Ingensdorf. Er hat lediglich vor, die leerstehenden Wohnungen komplett zu sanieren. Dazu gehören neben der Elektrik, den Bädern auch die Decken und Fußböden. „Wir wollen die Wohnungen so attraktiv gestalten, dass wir möglichst zeitnah neue Mieter finden“, sagte der Eigentümer. Die Lage sei sehr gut. Man wohnt im ländlichen Raum, habe den Blick ins Grüne und sei auch schnell auf der Bundesstraße, um in die umliegenden Orte oder auf die Autobahn zu kommen. 

Auch wenn der Wohnblock verkauft ist, sind die Mieter noch Mitglieder der Wohnungsgenossenschaft Hartha und können es auch bleiben. „Wer will, kann nach Hartha ziehen. Wir sind bei der Wohnungssuche behilflich“, so Jörg Keim. Wer von den ehemaligen Mietern will, kann die Mitgliedschaft kündigen. 

Der Vorstand geht ebenfalls nicht davon aus, dass der neue Vermieter die Miete erhöht. Garantieren könne er es jedoch nicht. Doch es spricht einiges dagegen. Zum einen sei er an das Mietrecht gebunden und zum anderen würden die Mieten schon im guten Durchschnitt liegen. 

Der Wohnblock hat bereits ein neues Dach, Wärmedämmplatten und neue Fenster. Allerdings müsste künftig etwas mit der Heizung passieren, so Keim. Jeder Eingang habe eine eigene Ölheizung. Außerdem wird das Abwasser noch in einer vollbiologischen Kläranlage entsorgt."

 

Quelle: Jentzsch, Silvia : Genossenschaft stößt Wohnblock ab, Sächsische Zeitung, 21.04.2016


Wohnung für irakische Familie

"Am Mittwoch hat die dritte Flüchtlings-Familie ihre Wohnung in Hartha bezogen. Sie kommt aus dem Irak. Zur Familie gehören neben den Eltern vier Jungs. Sie sind zwischen zehn und 18 Jahren alt.

Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) begrüßte die Familie und zeigte ihr, wo Einkaufsmöglichkeiten sind und wo sich die Bushaltestelle befindet. Das ist wichtig, weil sowohl das Kind, das die Daz-Klasse der Grundschule in Waldheim besucht, als auch die älteren Geschwister, die in die Oberschule in Waldheim gehen, mit dem Bus fahren müssen. Auch gibt es für die Familie, die bisher in der Gemeinschaftsunterkunft in Döbeln untergebracht war, viele Behördengänge zu erledigen.

Der Bürgermeister sprach mit einigen Mietern im Hauseingang, die von der Wohnungsgenossenschaft bereits informiert waren, dass Asylsuchende in den Block an der Straße des Friedens einziehen."

Quelle: DA/je: Wohnung für irakische Familie, Sächsische Zeitung, 18.02.2016 / Foto: © DA-Archiv/D. Thomas


Zwei Flüchtlingsfamilien mit Kindern sind Anfang Januar in Hartha angekommen

"Nun sind auch in Hartha die ersten Flüchtlinge angekommen. „Wir haben am Donnerstagnachmittag einen Anruf erhalten, dass die Asylbewerber am Abend eintreffen werden“, sagte Harthas Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos). Es handele sich um Flüchtlinge aus Afghanistan.

Die beiden Familien, zu denen jeweils drei Kinder gehören, wurden in zwei Wohnungen der Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) untergebracht. Karola Seidler vom Vorstand habe sie zusammen mit dem Bürgermeister am Donnerstag begrüßt. Die neuen Nachbarn seien sich auch schon vorgestellt worden, sagte WGH-Geschäftsführer Jörg Keim. Und er erklärte, dass sich die Genossenschaft am Montag darum kümmern werde, dass die beiden Familien warme Kleidung bekommen. „Angereist sind sie in eher sommerlicher Bekleidung, deshalb wird Karola Seidler mit ihnen in die Kleiderkammer gehen.“

Keim ist froh, dass es sich bei den Neuankömmlingen um Familien handele. „Denn die größte Angst unserer Mitglieder und Mieter war es, dass nur junge Männer kommen“, erklärte er.

Die Betreuung der Flüchtlinge erfolgt durch die kreiseigene Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung mbH Freiberg (GSQ). Insgesamt stehen in Hartha bisher vier Wohnungen zur Unterbringung von Asylsuchenden zur Verfügung, für die auch schon Mietverträge mit der GSQ abgeschlossen wurden (DA berichtete). „Von den Wohnungsgesellschaften und privaten Vermietern sind noch weitere Wohnungen gemeldet“, so Ronald Kunze. Für diese seien aber noch keine Mietverträge geschlossen worden."

Quelle: Korn, Frank und Görlitz, Elke: Erste Flüchtlinge in Hartha, Sächsische Zeitung, 09.01.2016 


WGH verfügt über letzte Wäschemangel in Hartha!

© André Braun

"Dass die Tischwäsche fürs Fest glatt und glänzend sein muss, steht fest. Bisher habe ich das mit dem Bügeleisen ganz gut hinbekommen. Doch als ich erfuhr, dass die Wohnungsgenossenschaft in Hartha noch eine Wäschemangel betreibt, wollte ich diese ausprobieren.

Zuerst vereinbarte ich mit Günter Guhlmann einen Termin. Seine Frau Christine ist für die Ordnung, Sauberkeit und für das Aufschließen des Raumes zuständig. Günter Guhlmann übernimmt als ehemaliger Lehrmeister für Zerspanungstechnik bei Elmo kleinere Reparaturen. Reißt mal ein Stahlseil, muss die Schlosserei Behrenz ran. Die ist für die Wartung der Maschine zuständig. Die Mangel ist in einer Garage im Komplex an der Straße des Friedens untergebracht und von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wer sich eine Zeit sichern will, schreibt sich in den Kalender ein. Manche versuchen es auch auf gut Glück. Vor allem in den warmen Monaten sind die Termine gefragt. Denn in den Wintermonaten ist es im Garagenraum nicht gerade gemütlich.

Um auf meinen Mangeltermin vorbereitet zu sein, packe ich Tischwäsche, Handtücher, Bettwäsche und Unterhemden in einen Korb. Ich habe sogar noch ein Mangeltuch – ein Erbstück.

Es ist früh und es ist kalt, als ich mich mit Günter Guhlmann treffe. Ein Eisenbahnheizkörper könnte Wärme spenden. Doch bei meinem kurzen Rendezvous mit der Wäschemangel lohnt sich das Anschalten nicht. Im Mangelraum ist es blitzsauber. Zuerst bin ich etwas verwirrt. Ich kann mich noch schemenhaft an die alte Mangel in der ehemaligen Wäscherei an der August-Bebel-Straße erinnern. Die war aus Holz und riesig. Die in der Garage ist moderner. Ein Schild weist darauf hin, dass sie noch vor der Wende im VEB Hauswirtschaftliche Dienstleistungen und Reparaturen in Gera hergestellt worden ist. „Früher haben wir auf der Basis des Vertrauens die Abrechnung der Mangel vorgenommen. Die Leute haben das Geld in einen Briefkasten geworfen. Jetzt gibt es einen Zählautomaten. Für 30 Minuten sind 50 Cent fällig“, so Günter Guhlmann.

© André Braun

Zuerst muss der Hauptschalter bedient werden. Sonst passiert gar nichts. Dann weist mich Günter Guhlmann ein, welche Knöpfe wann zu drücken sind. „Wichtig ist, dass immer eine Dogge, gefüllt oder ungefüllt, eingelegt wird. Sonst fällt die Mangel auf einer Seite ab und dann muss ich ran“, so der Rentner.

Am Tisch, der neben der Mangel steht, wird aufgedoggt. Jetzt kommt das Mangeltuch zum Einsatz. Wenn ich meins vergessen hätte, wäre das nicht so schlimm gewesen. Mangeltücher sind vorrätig. Die Dogge wird aus der Holzhalterung genommen und der Anfang des Tuches um das Holz gewickelt. Dann ist das erste Wäschestück an der Reihe. Es gibt viel zu beachten. Günter Guhlmann erklärt: „Zum einen muss das Wäschestück glatt gestrichen werden, damit keine Falten entstehen. Dann muss alles ganz fest aufgerollt werden. Damit das gelingt, wird mit dem Oberkörper das Mangeltuch gegen den Tisch gedrückt. Mit beiden Händen wird die Dogge zum Körper gerollt und dann wieder zurückgesetzt, um das nächste Stück einzulegen.“ Beachtet werden muss auch, dass die Wäschestücke wechselseitig eingelegt werden, damit nicht eine Seite zu dick wird.

Dann kann die erste Dogge in die Mangel eingelegt werden. Zuerst muss die Mangel auf eine Seite fahren. Das passiert, wenn man den Knopf „Mangel aufsteigen“ drückt. Dann knattert die Mangel auf die linke Seite. Bevor die Dogge eingelegt werden kann, ist das Schutzgitter zu öffnen. Das ist eine der einfachen Aufgaben. Schwerer wird es, die aufgerollte Dogge in die Mangel zu legen. Das Gewicht ist nicht ohne. Ich staune, dass auch ältere Frauen diese Arbeit verrichten können.

Die Dogge muss so eingelegt werden, dass sie direkt an der Innenseite liegt und nicht zu weit nach vorn herausschaut. Liegt alles ordnungsgemäß, wird das Schutzgitter geschlossen und der Knopf „Nur wenn Kasten aufgestiegen“ gedrückt.

Die Mangel rattert auf die andere Seite und gibt Quietschtöne von sich. „Das Knacken liegt am trockenen Holz“, erklärt Guhlmann. Es ist förmlich zu spüren, mit welchem Gewicht die Wäsche nun gepresst wird.

© André Braun

Nun muss die andere Seite bestückt werden. Dafür wird die leere Dogge herausgenommen, die Wäsche sorgfältig aufgewickelt und das Ganze zurück in die Mangel gelegt. „Wir lassen die Mangel viermal hin und her laufen. Dann ist die Wäsche wirklich glatt“, sagt Günter Guhlmann. Und ich überzeuge mich selbst. Die Weihnachtstischdecke ist so glatt wie nie zuvor. Auch die Unterhemden meines Mannes sind ganz glatt. Das trifft auf meine Tops nicht ganz zu. Sie haben synthetische Fasern. Dadurch kann sich das Wäschestück in sich verschieben und es entstehen Falten.

Als ich meine Bettwäsche aus dem Korb nehme, runzelt Günter Guhlmann die Stirn. „Die Bettwäsche von heute hat meist Kunststoffknöpfe oder Reißverschlüsse. Die zerdrückt die Mangel. Wäsche mit Knöpfen oder Reißverschlüssen sollten lieber gebügelt werden“, so Guhlmann. Er kommt ins Schwärmen, wenn er von gerollten Bettlaken und -bezügen, Unterwäsche und Handtüchern spricht. Alles werde einwandfrei und die Wäsche lasse sich gut tragen.

Auf die Mangel will Familie Guhlmann nicht verzichten. Um sie zu erhalten, meldete sich Christine Guhlmann nach der Wende bei der Wohnungsgenossenschaft Hartha und ist seitdem für die Mangel zuständig. „Meine Frau war damals arbeitslos und hatte damit wieder eine Aufgabe“, so Günter Guhlmann. Als die Mangel aus dem Verwaltungsgebäude in die Garage umgelagert wurde, hatten die Zwei viel zu tun. „Die Garage war eine Bruchbude. Ich habe die Wände gestrichen und den Fußboden ausgelegt“, so der Rentner. Seine Frau mache jede Woche richtig sauber. „Sie glauben gar nicht, was hier manchmal liegenbleibt“, sagt der Rentner.

In Hartha sei die Mangel der Wohnungsgenossenschaft doch die Einzige öffentlich zugängliche. Früher habe es wesentlich mehr gegeben, so Guhlmann. Im ländlichen Bereich rattert noch eine Mangel in Schönerstädt. Schade eigentlich.

Ich packe meine Wäsche in den Korb und freue mich auf die Festtagstafel mit einer superglatten Tischdecke."

Quelle: Jentzsch, Sylvia: Voller Einsatz für die Festtagswäsche, Sächsische Zeitung, 24.12.2015 / Fotos: André Braun


Wenn Kleidung nicht viel Kosten darf - WGH stellt Kleiderstübchen größere Räume zur Verfügung

Foto: © André Braun

"Karin Hübner arbeitet seit 2009 zunächst in der Kleiderkammer, die seit dem vergangenen Jahr ein Kleiderstübchen ist. Sie bietet sozial schwachen Leuten die Möglichkeit, sich schicke Sachen für wenig Geld zu kaufen. Sie sorgt mit ihrem Engagement nicht nur dafür, dass Leute mit wenig Geld schicke Kleidung kaufen und tragen können. Sie ist auch eine Art Seelsorgerin, weil sie sich die Probleme der Leute anhört, aber an freudigen Ereignissen Anteil nimmt.

Das Kleiderstübchen ist eine Einrichtung des Heimatvereins. Die Wohnungsgenossenschaft Hartha stellt die Räume für einen geringen Obolus zur Verfügung. „Das Kleiderstübchen ist zu klein. Deshalb wollen wir in eine Wohnung mit zwei Kinderzimmern umziehen“, sagte Karin Hübner und meint das symbolisch. Denn die Wohnung an der Straße der Jugend 1, in der sich das Kleiderstübchen seit 2012 befindet, ist einfach zu klein für die vielen Angebote. „Zurzeit ist nirgendwo richtig Platz, um die schönen Dinge zu präsentieren“, sagte Karin Hübner.

Deshalb freute sie sich über das Angebot der Wohnungsgenossenschaft Hartha, in eine größere Wohnung mit einem zusätzlichen Zimmer zu ziehen. „Dann kann ich wieder eine Waschmaschine aufstellen, um das eine oder andere zu reinigen. Ein Balkon zum Trocknen der Wäsche steht mir dann ebenfalls zur Verfügung.“

Auch wenn Karin Hübner zurzeit voll mit dem Weihnachtsgeschäft ausgelastet ist, macht sie sich schon jetzt Gedanken, wie sie das neue Kleiderstübchen einrichten will. Die Kleidung für die Frauen kommt ins Wohnzimmer. Da ist dann ausreichend Bewegungsfreiheit.

Die Herren- und die Kindersachen sollen in den beiden Kinderzimmern ihren Platz bekommen. Auch eine Ecke für Schnick-Schnack soll es geben. Denn kleine Geschenkartikel nimmt Karin Hübner ebenfalls entgegen, um sie dann im Kleiderstübchen anzubieten. Im Schnick-Schnack-Regal stöbert auch Anne gern. Am Dienstag entdeckte sie ein Glas, das zu denen daheim passt. Sorgfältig wickelte es Karin Hübner ein. Bei ihr hat niemand das Gefühl, Waren aus zweiter Hand zu bekommen. „Ich bin mit dem Herzen dabei und das merken die Leute. Ich liebe meine Aufgabe“, sagte sie.

Nicht nur die Wohnungsgenossenschaft Hartha hat ihre Zustimmung für den Umzug der sozialen Einrichtung in eine größere Wohnung gegeben. Auch der Heimatverein als Träger des Kleiderstübchens, ist mit der Vergrößerung einverstanden, auch wenn sich die monatlichen Kosten um etwa 30 Euro erhöhen.

„Wir rechnen im Frühjahr mit dem Umzug“, so Vereinsvorsitzende Silke Weise. Anfang des neuen Jahres sollen die Räume besichtigt und festgestellt werden, was alles auf Vordermann gebracht werden muss. Dann wird es sicher einen Arbeitseinsatz geben. Für die neuen Räume werden noch Regale benötigt. „Vielleicht hat jemand welche übrig“, so Karin Hübner.

Sie nimmt vor den Feiertagen von Montag bis Freitag noch gern schöne Sachen, Geschenkartikel sowie Spielzeug an. Dann ist das Kleiderstübchen vom 21. Dezember bis 4. Januar geschlossen.

Quelle: Jentzsch, Sylvia: Wenn Kleidung nicht viel kosten darf, Sächsische Zeitung, 02.12.2015 / Foto: André Braun


Vorstand der WGH stellt sich Fragen und Sorgen der Mieter zum Thema der Unterbringung von Flüchtlingen

"Einige Mieter der Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) waren gestern Nachmittag ganz schön aufgebracht. In den Wohnblöcken, in denen sie schon mehrere Jahrzehnte leben, sollen Asylsuchende untergebracht werden. Vorerst stellt die WGH vier Wohnungen zur Verfügung, in die 15 Personen einziehen sollen. Diese befinden sich in den Wohnblöcken an der Straße der Jugend 28 bis 34 und an der Straße des Friedens 9 bis 17. Ausgewählt wurden diese, weil sie mit keinem oder wenig Aufwand kurzfristig vermietet werden können. 

„Warum wird gerade die Wohnung über uns zur Verfügung gestellt. Wir haben in der Vergangenheit schon zweimal sehr schlechte Erfahrungen gemacht. In unserem Alter will man seine Ruhe haben. Es gibt viele andere Wohnungen, in die die Asylsuchenden ziehen können“, sagte ein Mieter aus dem Block an der Straße der Jugend. Er könne die Entscheidung der WGH nicht akzeptieren. 

Ein anderer schlug vor, eine Vollversammlung der Genossenschaftler einzuberufen. Schließlich sei die Unterbringung der Asylsuchenden ein Problem der gesamten Genossenschaft. Die Bewohner des Blocks an der Straße des Friedens äußerten Bedenken, dass die ausländischen Bürger die Gasheizung nicht richtig bedienen und es deshalb zu großen Schäden kommen könnte.

Die Anwesenden erfuhren, welche Wohnungen für die Asylsuchenden zur Verfügung gestellt werden. „Wir brauchen hier nicht mehr zu diskutieren. Es steht also schon fest?“, fragte einer der Anwesenden. „Ja. Wir haben sie eingeladen, um miteinander zu reden. Sie sollen ihre Sorgen und Ängste auch zum Ausdruck bringen können“, so der Vorstand der WGH Jörg Keim. Auch Pfarrerin Maria Beyer war anwesend, da sie sich schon in den „bunten Häusern“ von Waldheim umgesehen hat, in denen seit einigen Monaten Asylsuchende leben, ohne dass es Probleme gibt. Das Schlimmste sei die Ungewissheit, wer in die Wohnung einziehe sowie ob und wie sich die Leute integrieren“, so die Pfarrerin. 

„Wir sagen nicht, wir wollen keine Ausländer, aber wir wollen Familien und keine jungen Männer. Davor haben wir Angst“, so die Mieter des Blocks an der Straße des Friedens. Sie fragten nach, ob der Vorstand das beeinflussen kann. Schließlich könne er sagen, dass er die Wohnungen nur vermiete, wenn Familien einziehen, so ihre Meinung. „Ich werde diese Forderung dem Unternehmen, das für die Unterbringung und Betreuung der Asylsuchenden zuständig ist, mitteilen. Aber wirklich Einfluss habe ich nicht“, so Jörg Keim. 

Viele der vorwiegend älteren Mieter haben die Bilder, die vor allem im Fernsehen gezeigt werden und die damit verbundenen Ängste im Kopf. Wer hilft uns, wenn wir mit den Leuten nicht klar kommen und sie sich nicht benehmen können?“, fragte eine Frau. „Sie sollten die Asylsuchenden erst einmal persönlich kennenlernen und dann ihr Urteil bilden“, so die Pfarrerin."

Quelle: Jentzsch, Sylvia: Mieter wollen nur Familien, Sächsische Zeitung, 13.10.2015


WGH stellt Unterkünfte für Flüchtlinge zur Verfügung

"Am 13. Oktober 2015 werden die Mieter der Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) informiert, in deren unmittelbarer Nähe Wohnungen für Asylsuchende bereitgestellt werden. Das teilte Jörg Keim, Vorstand der WGH, auf Anfrage des DA mit. Die Betroffenen erhielten bereits eine schriftliche Information, in der es um bevorstehende Veränderungen ging. Es wurden allerdings noch nicht die Wohnungen benannt, die es betrifft. Nun soll offen darüber gesprochen werden. 

Zunächst stellt die Wohnungsgenossenschaft vier Wohnungen zur Unterbringung von Asylsuchenden zur Verfügung. Diese befinden sich in den Wohnblöcken an der Straße der Jugend 9 bis 17 und an der Straße des Friedens 28 bis 34. Dabei handelt es sich um drei Vier-Raum-Wohnungen und eine größere Zwei-Raum-Wohnung. Die Firma GSQ hat sich die Unterkünfte bereits angesehen. GSQ ist die Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung Freiberg mbH. Als Tochtergesellschaft des Landkreises Mittelsachsen ist sie für die Unterbringung und Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen zuständig. Sie ist auch diejenige, die die Wohnungen mit dem Notwendigsten ausstattet.

Unterkunft für 132 Asylsuchende in Hartha benötigt

An der Straße des Friedens 28-34 und in der Straße der Jugend 9-17 stellt die WGH jeweils 2 Wohnungen für die Unterbringung von Asylsuchenden zur Verfügung.

Die Stadt Hartha soll laut einem Schlüssel des Landratsamtes Mittelsachsen bis Ende März 132 Asylsuchende und Flüchtlinge aufnehmen (DA berichtete). „Es gab eine Beratung beim Bürgermeister, zu der Marcus Prüfer als Geschäftsführer der Wohnbau Hartha und ich als Vertreter der WGH zusammengekommen sind“, so Jörg Keim. 

Danach haben die Verantwortlichen der Genossenschaft geschaut, wo Wohnungen schnell und ohne großen Aufwand zur Verfügung gestellt werden können. Die GSQ habe sich die Wohnungen bereits angesehen. Zwei, die sich im Block an der Straße des Friedens befinden, wurden vorgerichtet. „Wir haben viele leer stehende Wohnungen. Warum sollten wir einige davon nicht zur Unterbringung von Asylsuchenden nutzen. Die Leute müssen in Anbetracht des nahenden Winters aus den Zeltstädten heraus“, so Jörg Keim. Die vier genannten Wohnungen werden die Ersten sein, in denen Asylsuchende in Hartha unterkommen. 

„Wir haben noch weitere Wohnungen angeboten. Dabei achten wir darauf, dass nicht alle an einem Standort sind, sondern auf den gesamten Wohnungsbestand der WGH verteilt werden“, sagte der Vorstand.

Zur Versammlung können die Mieter ihre Fragen stellen, Bedenken und Ängste äußern. „Sicher kann ich nicht alles beantworten oder versprechen, dass es keine Probleme gibt. Aber ich möchte offen mit der Sache umgehen. Vielleicht gibt es ja auch Mieter, die sich bereiterklären, die Asylsuchenden zu unterstützen. Wir müssen das Problem in die Hand nehmen und nach Lösungen suchen“, so Jörg Keim. Die GSQ wird nur Flüchtlinge, die Aussicht auf ein Asylverfahren und damit auf ein Bleiberecht haben, in den dezentral liegenden Wohnungen unterbringen. Sie sind ärztlich untersucht und registriert. 

„Auch wir sind in Vorbereitung für die Unterbringung von Asylsuchenden und haben einige Vorleistungen erbracht. Das heißt, wir haben einige Wohnungen ausgewählt, die dafür infrage kommen“, so Marcus Prüfer, Geschäftsführer der Wohnbau Hartha. Es stehe noch nichts fest, da sich die GSQ die Wohnungen erst anschauen müsse. Vier Wohnungen sollen erst einmal zur Verfügung gestellt werden. Weitere sind in der engeren Auswahl. „Es sind noch einige Termine und Informationen notwendig, bevor wir konkret sagen können, um welche Wohnungen es sich handelt“, so Prüfer. Er versicherte, dass die Mieter der Häuser informiert werden, sobald feststehe, wo die Asylsuchenden untergebracht werden."

Quelle: Mende, Sylvia: Neue Unterkünfte für Flüchtlinge, Sächsische Zeitung, 13.10.2015


WGH versüßt Schulanfängern den Start in die 1. Klasse!

Foto von André Braun

Viel Glück – so steht es auf den Zuckertüten, die Sophie (links) und die anderen Schulanfänger aus der Wohnungsgenossenschaft (WG) Hartha von deren Geschäftsführer Jörg Keim erhalten. Darin befinden sich nicht nur kleine süße Überraschungen, sondern auch Gutscheine von Sport Baldauf in Hartha und der Lindenbuchhandlung in Leipzig.

Nach den Jüngsten sind ab September wieder die ältesten Bewohner der Genossenschaft dran. Für sie öffnet einmal im Monat die Begegnungsstätte an der Straße der Jugend. Die wird parallel auch von der Ortsgruppe der der Volkssolidarität genutzt.

Neben dem ehrenamtlichen Engagement geht in der WG auch die Sanierung weiter. Demnächst werden an den Häusern Nordstraße 38 bis 43 Balkone angebaut. Die Vorarbeiten sind bereits abgeschlossen.

Quelle: Schulstart versüßt, Sächsische Zeitung, 21.08.2015


Was wird mit den Investitionen der Wohnungsgenossenschaft?

Die Wohnungsgenossenschaft Hartha hat gegen den Wasserverband Döbeln-Oschatz wegen der Erhebung von Grundpreisen für leer stehende Wohnungen und für mehr Gerechtigkeit bei der Höhe des Preises geklagt. Jetzt gibt es ein Grundsatzurteil. Nach dem ist es rechtens, dass auch für leer stehende Wohnungen ein Grundpreis zu zahlen ist. 

Herr Keim, warum hat die Wohnungsgenossenschaft Hartha gegen den Wasserverband Döbeln-Oschatz geklagt? 

Die Genossenschaft findet den Grundpreis zu hoch, und sie sind nicht differenziert genug. Es wird unabhängig der Größe und der Anzahl der Mieter eine Gebühr verlangt. Auch leer stehende Wohnungen werden ungenügend berücksichtigt. Ist eine Wohnung nicht vermietet, wird kein Wasser verbraucht. Zurzeit beträgt die Grundgebühr pro Wohnung, unabhängig vom Wasserverbrauch und Nutzung 152 Euro pro Jahr.  

Was wollten Sie mit der Klage erreichen, und was ist das Ergebnis

Wir wollen mehr Gerechtigkeit beim Grundpreis. Er soll verbrauchsabhängig erhoben werden. Wer allein in einer kleinen Wohnung lebt, soll weniger bezahlen. Dass ein Grundpreis für die Bereitstellung des Wassers erhoben werden kann, weil es ständig vorgehalten werden muss, hat das Bundesgericht bestätigt. Aber die Höhe ist in manchen Fällen nicht gerechtfertigt. Der Wasserverband Döbeln-Oschatz muss vor dem Landgericht Chemnitz seine Kalkulation offen legen. 

Wie geht es nun weiter? 

Der Bundesgerichtshof hat das Urteil an das Landesgericht Chemnitz verwiesen. Hier soll entschieden werden, ob und wie die Gebühr differenziert erhoben werden muss. Unserer Meinung nach soll es nach Größe und Verbrauch gehen. 

Welche Auswirkungen hat das Grundsatzurteil auf die Wohnungsgenossenschaft Hartha und auf die Mieter? 

Fest steht, dass wir zumindest einen Teil des im Jahr 2008 nicht gezahlten Grundpreises an den Wasserverband bezahlen müssen. Damit haben wir schon begonnen. Wir werden auch künftig für leer stehende Wohnungen einen Grundpreis bezahlen. Das wird keine Auswirkungen auf die Miete oder die Nebenkosten unserer Mieter haben. Sollte der Wasserverband jedoch seine Preise erhöhen, sind auch wir verpflichtet, die Betriebskostenvorauszahlungen anzupassen. 

Gibt es Auswirkungen auf die geplanten Vorhaben? 

Die Investitionen, wie der Anbau der Balkone an den Wohnblock Winter an der Nordstraße, werden realisiert. Die etwa 100 000 Euro Leerstandskosten pro Jahr muss die Genossenschaft tragen. Sie werden von den Einnahmen aus der Miete bezahlt. Diese Ausgaben spiegeln sich im Betriebsergebnis wider. Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass nicht nur wir als Vermieter die demografische Entwicklung beachten müssen, sondern auch der Wasserverband darauf eingehen muss. Beide Parteien haben ein unternehmerisches Risiko.

Quelle: Jentzsch, Sylvia: Was wird mit den Investitionen der Wohnungsgenossenschaft?, Sächsische Zeitung, 15.07.2015


WG Hartha schreibt weniger Verluste - Der Vorstand zieht Bilanz für 2014

In der Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) bewegt sich was. Und das nicht nur bei den Investitionen, sondern auch auf dem Konto. Vorstand Jörg Keim stellte zur Versammlung den Mitgliedern der WGH das Ergebnis der Jahresrechnung 2014 vor.

Auch wenn diese eine negatives Ergebnis hat, so ist es doch positiv zu bewerten. „Wir haben das Jahr 2014 mit einem Fehlbetrag von rund 40 000 Euro abgeschlossen. Im Vorjahr waren es noch 148 000 Euro. Das ist der Verlust nach Abzug der Abschreibungen“, so der Vorstand. Als Ursachen für die Einsparung nennt er unter anderem geringere Zinsaufwendungen, weniger Miet- und Räumungsklagen und die Senkung der Personalkosten.

Kosten für Grünflächen sind hoch

Foto: Dietmar Thomas

Dass trotzdem ein Minus vor dem Ergebnis steht, begründet Jörg Keim mit den nicht umlagefähigen Kosten für leerstehende Wohnungen. Für diese müssen unter anderem die Grundgebühren für das Wasser und das Abwasser bezahlt werden. Hinzu kommen die Kosten, die für die Grundstücke entstehen, auf denen früher einmal Wohnblöcke standen. Das sind zum Beispiel die Bereiche an der Nordstraße nach dem Wohnblock Herbst, vor dem Kinderhaus, an der Döbelner Straße oder dort, wo die ehemalige Geschäftsstelle stand. „Für diese Flächen müssen wir Grundsteuer und die Kosten für Pflege bezahlen“, sagte Jörg Keim. Damit diese Flächen in Ordnung sind und die Harthaer ein schönes Wohnumfeld haben, investiert die WGH für jeden Rasenschnitt 1 000 Euro. Hinzu kommen der Winterdienst und die Verkehrssicherungspflicht.

Obwohl die WGH Geld für die Umstellung auf ein neues Computersystem ausgegeben hat, spart sie unterm Strich, weil das alte teurer abgeschafft und das neue mit der Leipziger Wohnungsbau-Genossenschaft Kontakt konvertibel ist. „So können wir die Erfahrungen, die wir bei der Arbeit mit diesem System gemacht haben, gleich an die Harthaer Kollegen weitergeben“, sagte der Vorstand.

Seit etwa eineinhalb Jahren ist Jörg Keim Vorstand der WGH. Ihm ist es gelungen, die Liquidität der Genossenschaft wieder herzustellen. „Seit Frühjahr vergangenen Jahres können wir alle Rechnungen bezahlen und sind nicht mehr bestandsgefährdet“, so Jörg Keim. Das hatte die Wirtschaftsprüfung durch den Verband der Sächsischen Wohnungsgenossenschaft ergeben. Die WGH hat noch 12,2 Millionen Euro Verbindlichkeiten. Deshalb sei die WGH für die Banken noch ein Sanierungsfall. Das Sanierungskonzept wurde bestätigt. Das war möglich, weil wir durch die Bank, dem Hauptgläubiger, begleitet worden sind“, sagte der Vorstand.

Eine halbe Million investiert

Um für die Mieter attraktiv zu bleiben, hat die Bank weitere Kredite genehmigt. Im vergangenen Jahr investierte die WGH knapp eine halbe Million Euro in Modernisierung und Instandhaltung.

Das fällt der Genossenschaft, die im Jahr 2013 in eine wirtschaftliche Schieflage gekommen war (DA berichtete) nicht leicht. Trotzdem will sie für ihre Mieter etwas tun, um das Wohnen in der Genossenschaft attraktiv zu machen – für die langjährigen Genossenschaftsmitglieder genauso wie für neue.

Ein Teil des Geldes floss ins Haus Nummer 33 an der Nordstraße. Hier ließ die WGH vier Wohnungen in Ordnung bringen. In allen wurden die Bäder saniert – zwei bekamen eine Dusche und zwei weitere eine Badewanne. Der Fußboden, die Türen und die Elektrik wurden erneuert und eine Anschlussstation für die Gasheizung gebaut.

„Wichtig ist, dass wir das Image wieder geradegebogen haben und neue Mieter, auch von außerhalb gewinnen konnten“, so Keim. Der Vermietungsprozess sei in Gang gekommen, müsse aber weiter angekurbelt werden. Immerhin beträgt der Leerstand 26 Prozent. Von den 583 Wohnungen der Genossenschaft sind 422 vermietet.

Der WGH sei es gelungen, den Leerstand in Bezug auf Juli vergangenen Jahres konstant zu halten. „Das ist nicht so einfach, wie es vielleicht klingt. Aufgrund der Altersstruktur unserer Genossenschaftsmitglieder gibt es häufiger Wohnungen, deren Mieter verstorben sind“, so Keim. Dass der Leerstand nicht noch größer geworden ist, und neue Mieter gefunden worden, sei deshalb als Erfolg zu zählen. Wenn es um die Akquise neuer Mieter geht, setzt die WGH auf den neu gestalteten Internetauftritt und auf Vermietungsaktivitäten. „Die Genossenschaftsmitglieder waren mit unserer Arbeit zufrieden und haben den Vorstand und den Aufsichtsrat entlastet“, so Keim. Energieberater Heinz Böhle wurde mit der Ehrenamtsplakette des Verbandes der sächsischen Wohnungsgenossenschaften für seine langjährige ehrenamtliche Arbeit im Aufsichtsrat ausgezeichnet.

Quelle: Jentzsch, Sylvia: Wohnungsgenossenschaft schreibt weniger Verluste , Sächsische Zeitung, 27.06.2015, Foto: Dietmar Thomas


Unsere Begegnungsstätte geht von Juli bis August in die Sommerpause. Wir freuen uns Sie ab September wieder in unserer Begegnungsstätte begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen bis dahin einen schönen Sommer!


WGH hat vier Eingangsbereiche altersgerecht ausbauen lassen

Endlich kann Rosel Queck (83) ohne Probleme ihren Hauseingang an der Straße der Jugend 7 erreichen. Seit einigen Tagen gibt es einen altersgerechten Zugang. Die Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) beauftragte die Firma Estler Straßen- und Tiefbau mit der Erneuerung der Treppen und Wege vor dem Wohnblock 1 bis 7 . Für die letzten Hauseingänge wurde eine Rampe gebaut, damit sowohl die Nutzer eines Rollators oder Leute mit kleinen Kindern problemlos ihr Ziel erreichen können. Die Eingänge Nummer eins und drei hat die Baufirma so angelegt, dass keine Stufe mehr bis zum Eingang überwunden werden muss. Darüber freut sich auch Karin Hübner, die im Kleiderstübchen verkauft. Die Veränderung sei wohlwollend von den Kunden aufgenommen worden. 

Rosel Queck (links) und Heinz Suhrmann freuen sich über den altersgerechten Zugang zu ihren Hauseingängen. Nun müssen sie ihren Rollator nicht mehr über sieben Treppenstufen hieven.
Foto: Dietmar Thomas

Für viele Mieter dieses Blocks ist damit ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Fast zehn Jahre lang machte Wolfgang Brandt im Namen vieler Mieter den Vorstand der WGH immer wieder auf den schlechten Zustand der Treppen und der Wege aufmerksam. Sie stellten eine Unfallgefahr da. Zum Teil griffen die Mieter zur Selbsthilfe und reparierten, was sie konnten. Am schlechten Zustand änderte sich nichts. Während der alte Vorstand das Anliegen der Mieter immer wieder negierte, hat nun Jörg Keim als neuer Vorstand gemeinsam mit seinen Mitarbeitern nach einer Lösung gesucht. Obwohl die WGH immer mit einem spitzen Stift rechnen muss, investierte sie mehr als 10 000 Euro, um ihren Mietern einen sicheren und altersgerechten Zugang zu schaffen. „Schön, dass es jetzt die Rampe gibt. Auch so sieht alles gleich viel ordentlicher aus“, sagte Rosel Queck. Sie hoffe, dass sie diese Erleichterung noch lange nutzen kann. Zuvor musste die 83-Jährige ihren Rollator über sieben Treppenstufen hieven. „Die Rampe ist wirklich eine Erleichterung und ich kann so meine Selbstständigkeit hinsichtlich der Fortbewegung wahren“, sagte Rosel Queck. Auch Nachbar Heinz Suhrmann (74) aus Haus Nummer 5 ist über die neue Lösung sehr glücklich. „Die Firma hat das ganz prima gemacht. Auch während der Bauzeit gab es für uns immer eine Lösung, wie wir den Hauseingang erreichen“, so der 74-Jährige. Die Arbeiten seien schnell vorangegangen. Die Anwohner freuen sich nicht nur über die gepflasterten Wege und neuen Treppen, sondern auch über die Blumenpracht, die vor dem Eingang steht. Dafür ist Karin Suhrmann zuständig. Sie hat sozusagen den grünen Daumen. An der Finanzierung der Pflanzen beteiligen sich alle Bewohner im Eingang Nummer fünf. 

Gestern waren auch die Mitarbeiter von Monsator Hausgeräte aus Döbeln froh, dass es die Rampe gibt. Problemlos rollten sie eine neue Waschmaschine auf einer Sackkarre bis zum Hauseingang. 

Die WGH kann aufgrund der finanziellen Situation keine großen Schritte machen. Aber auch die kleinen Dinge freuen die Mieter. So werden weitere Müllboxen gebaut, in denen die Abfalltonnen stehen. Der Wohnblock Nummer 38 bis 42 an der Nordstraße, die meisten kennen ihn als Winter, bekommt in diesem Jahr noch Balkone und auch das Abwasserproblem in den oberen Häusern an der Nordstraße soll gelöst werden. 

„Die Mieter des Winters sind über die Verbesserung des Wohnkomforts begeistert. Wir haben alle informiert. Auch für eine ältere Frau, für die der Anbau zu viele Umstände verursacht, haben wir eine Lösung gefunden“, so Jörg Keim. Ende August soll mit dem Setzen der Fundamente für die Balkone begonnen werden. Im Herbst können sich dann alle Bewohner des Winters über die Möglichkeit freuen, noch ein paar schöne Sonnenstunden auf dem Balkon zu verbringen.

Quelle: Jentzsch, Sylvia: Gute Fahrt an der Straße der JugendSächsische Zeitung05.06.2015


WGH lässt Steine an der Straße des Friedens und der Döbelner Straße wegschaffen

An der Straße des Friedens und der Döbelner Straße sind die freien Parkplätze nicht mehr blockiert. Das war der Wunsch vieler Mieter.

Der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Jörg Keim lässt die Steine, die auf den Park- plätzen an der Döbelner Straße liegen, vom Fuhrgeschäft Dähne wegräumen.
Foto: Dietmar Thomas

"Die Steine sind weg – aber nicht alle. Im Juni 2012 ließ die Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) die Parkflächen, die nicht vermietet waren, mit großen Steinen belegen. Das sah nicht nur schlecht aus, sondern sorgte auch für viele Diskussionen, ob die WGH das überhaupt dürfe. „Doch sie könne“, sagte der damalige geschäftsführende Vorstand. Die Parkflächen seien Eigentum der Wohnungsgenossenschaft Hartha und könnten nicht einfach von jedem genutzt werden. „Wer illegal die Stellfläche nutzt, zahlt nichts. Das ist denjenigen gegenüber ungerecht, die ihren Platz mieten“, sagte der geschäftsführende Vorstand. 

Nun ist alles anders. Der neue Vorstand Jörg Keim musste sich öfter die Kritik von Mietern wegen der Steine anhören. Nun wurden sie an der Straße des Friedens und der Döbelner Straße weggeräumt. Gegenüber der Kita sammelte der Fahrer des Radladers des Fuhrgeschäftes Dähne kleine Steine ein und ersetze sie gegen größere. Auch vor den Häusern an der Straße der Jugend 1 bis 7 sind einige Steine entfernt worden."

Quelle: Mende, Sylvia: Wohnungsgenossenschaft lässt Steine wegschaffenSächsische Zeitung16.04.2015


Inform.-Veranstaltung zum Thema Vorsorge in der Begegnungsstätte der WGH

"Seit vergangenem Jahr bietet die Wohnungsgenossenschaft Hartha jeden Monat interessante Vorträge in Begegnungsstätte an. Jetzt sprach eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes des Landratsamtes Mittelsachsen unter anderem über Patientenverfügung und die Notwendigkeit einer Vorsorgevollmacht. Vielen Anwesenden wurde spätestens beim Vortrag bewusst, wie notwendig es ist, seinen Willen klar zu definieren. „Die Gäste erfuhren zum Beispiel, dass eine notarielle Beglaubigung zwar nicht zwingend notwendig, aber empfehlenswert ist“, so Mieterbetreuerin Angelika Krawtschenko. Gefragt wurde, ob es möglich sei, mehrere Angehörige als Bevollmächtigte einzusetzen. „Auch da wurde zugeraten, da eine Person verhindert sein kann“, so Krawtschenko. Die Veranstaltung war gut besucht. 

Am 28. April ist die nächste geplant. Dann geht es um gesunde Ernährung. Darüber wird ebenfalls die Mitarbeiterin des Landratsamtes informieren. „Es wird wahrscheinlich keine Tipps geben, wie man ohne Sport und köstlichem Essen abnehmen kann. Aber sicher hat Frau Schubert einige tolle Rezepte für gesunde Speisen parat“, sagte die Mieterbetreuerin. Wer schon jetzt Fragen zur Ernährung hat, kann diese bei der Verwaltung der Wohnungsgenossenschaft einreichen. Dann kann sich die Ernährungsberaterin besser auf den Vortrag vorbereiten."

Quelle: Mende, Sylvia: Informationen zur VorsorgeSächsische Zeitung31.03.2015


WGH-Vorstand Jörg Keim spricht zu den Möglichkeiten der Flüchtlingsaufnahme

Jede Woche kommen etwa 50 Flüchtlinge in den Landkreis Mittelsachsen. Auch Hartha kann sich der Aufnahme von Flüchtlingen nicht verschließen. Trotz vieler leerstehender Wohnungen in Hartha Nord wird es hier eine Aufnahme in Gemeinschaftsunterkünften nicht geben. Im Gespräch mit "Hartha Aktuell" spricht der Vorsitzende der Wohnungsgenossenschaft, Jörg Keim, über die Vorstellungen der WGH zur Flüchtlingsaufnahme in Hartha. Mehr dazu sehen Sie hier: 


Bei den Hammerwohnungen der WGH wird Selbermachen mit einem Baumarktgutschein im Wert von 250 Euro belohnt!


Polizeihauptkommissar gab in der Begegnungsstätte der WGH den Mitgliedern und Mietern Sicherheitstipps für die Wohnung!

"Hilfsbereitschaft zahlt sich nicht immer aus. So verwenden schauspielerisch begabte Diebe und Betrüger an der Wohnungstür immer neue Varianten an Tricks, um in die Wohnung zu gelangen. Dabei setzen sie auf die Gutgläubigkeit der Leute. Sie bitten zum Beispiel um ein Glas Wasser, weil sie durstig oder schwanger sind. Oder, weil der Nachbar nicht da ist, um Papier und einen Stift. Haben sie es geschafft und sind in der Wohnung, halten sie nach Dingen Ausschau, die sie mitnehmen wollen. 

Auch über den sogenannten Enkeltrick sprach Polizeihauptkommissars Stefan Kuttig in der Begegnungsstätte der Wohnungsgenossenschaft. In seinem Vortrag zeigte er Möglichkeiten auf, wie Mieter ihre Wohnung sicherer machen können. 

Profilzylinder und Stahlschutzbeschläge einbauen

In Absprache mit den Vermietern, in dem Fall mit der Wohnungsgenossenschaft Hartha, können Mieter ihre Wohnung durch Fachleute besser vor Einbrüchen sichern. Die Kosten dafür müssen allerdings die Mieter bezahlen. Der Polizeihauptkommissar schlägt als erste Sicherungsmaßnahme den Austausch des Profilzylinders vor. „Es gibt VDS geprüfte Schlüssel der Klasse B, die es den Einbrechern schwermachen, das Schloss aufzubrechen“, so Stefan Kuttig. Ziehe der Mieter aus, könne das alte Schloss wieder eingebaut werden. Möglich ist auch die Nachrüstung einer Mehrfachverriegelung oder der Austausch des Beschlages. 

Für Mieter in der unteren Etage empfiehlt der Polizist die Sicherung der Fenster. Auch hier geht es darum, Möglichkeiten zu finden, die nicht das Eigentum des Vermieters zerstören. Kuttig empfiehlt die Sicherung der Fenster durch sogenannte Pilzkopfzapfen, die sich an den Schließbändern befinden. Wichtig sei, so der Polizeihauptkommissar, dass Sicherungen eingebaut werden, die es den Einbrechern so schwer wie möglich machen, Türen und Fenster aufzubrechen. Da den Dieben nur ein kurzer Zeitraum zur Verfügung steht, lassen sie von ihrem Vorhaben ab, wenn sie merken, dass es schwierig wird, so Kuttig. Er empfiehlt auch abschließbare Griffe. 

Betrüger setzten auf Menschen, die helfen wollen, ohne nachzudenken

Der sogenannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, bei dem die Betroffenen um ihre Ersparnisse gebracht werden sollen. „Mit diesem Trick wird um Bargeld gebeten, das kurzfristig zur Verfügung gestellt werden soll. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht“, so Stefan Kuttig. Mit diesem Trick hätten die Betrüger vor allem Chancen bei Leuten, die helfen, ohne zu überlegen. „Obwohl in den Medien immer wieder vor dem Enkeltrick gewarnt wird, fallen Leute darauf herein“, so der Polizeihauptkommissar. Einsame, ältere Leute haben den Wunsch zu helfen. Wenn dann auch noch Vermögen da ist, werde nicht lange überlegt, und versucht, das Geld abzuheben. „Häufig verhindern das Bankangestellte, die die Leute kennen und fragen, weshalb die hohe Summe abgehoben wird“, sagte der Polizeihauptkommissar. Grundsätzlich soll bei Hilfegesuchen erst einmal Zeit geschunden werden. „Man kann den Anrufenden bitten, in drei Stunden noch einmal anzurufen. Dann bleibt genügend Zeit, um sich in der Familie zu erkundigen, ob es wirklich so einen Notfall gibt“, sagte Stefan Kuttig. 

Keine Hemmung, den Notruf 110 zu wählen

Sollte jemand trotz aller Hinweise und Warnungen Betrügern zum Opfer gefallen sein, verbal bedroht werden oder ihm etwas verdächtig vorkommen, sollte er keine Hemmungen haben, mit der Polizei Kontakt aufzunehmen. Das ist unter der Notrufnummer 110 oder beim zuständigen Polizeirevier möglich. Diese Nummer sollte einen festen Platz im persönlichen Telefonbuch oder an einer Pinnwand haben. Das Döbelner Polizeirevier ist unter der Nummer 03431 6590 zu erreichen. „Die Kollegen kümmern sich dann. Allerdings sollte der Notruf nicht missbraucht werden“, sagte der Polizeihauptkommissar. 

Taschendiebe lieben Menschenmengen und Unvorsichtigkeit

Viele Leute ängstigen sich vor Taschendieben. Die versuchen meist, die Person durch Gespräche oder Fragen abzulenken, um in einem unbeobachteten Moment zuzugreifen. Oft gehen die Leute sorglos mit ihrer Geldbörse um und lassen sie offen in einem Korb liegen. Stefan Kuttig empfiehlt, die Börse so nah wie möglich am Körper zu tragen oder die Handtasche so umzuhängen, dass die Öffnung nach innen zeigt."

Quelle: Mende, Sylvia: Wie Wohnungen sicherer werden könnenSächsische Zeitung24.02.2015


WGH setzt sich für Lösung der Parkplatzproblematik des Pflegedienstes ein!

"Die Schwestern des Pflegedienstes Liebe das Leben aus Geringswalde sind sauer. Schon wieder hat eine von ihnen einen Bußgeldbescheid kassiert. 15 Euro muss sie aus ihrer eigenen Tasche bezahlen. Und das nur, weil sie Menschen, die Hilfe brauchen, unterstützt. Doch künftig sollen die Pflegerinnen an der Straße der Jugend keine Knöllchen mehr bekommen – vorausgesetzt, sie parken auf dem Wirtschaftsweg. 

Schwester Annett Majewski vom Pflegedienst Liebe das Leben aus Geringswalde betreut mit anderen Kolleginnen eine Patientin an der Straße der Jugend. Da der Stundenparkplatz oft belegt ist, parken sie am Containerstellplatz. Dafür gibt es einen Bußgeldbescheid – und das öfter. Foto: André Braun

Der DA hat gemeinsam mit der Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) eine Lösung gefunden. Die Frauen können ihr Fahrzeug auf dem Weg vor dem Haus parken. Diese Entscheidung fällte der Vorstand der WGH kurzfristig und unbürokratisch. „Wir wollen doch, dass unsere Mieter die erforderliche Hilfe und Unterstützung bekommen, die sie benötigen“, sagte Jörg Keim. Die Frauen würden ja nur für eine kurze Zeit den Weg blockieren, und falls doch jemand genau dann den Weg befahren will, könne er ja Bescheid geben. Die Nachbarn wissen, wo in so einem Fall geklingelt werden muss. „Sollte es wegen fehlender Parkmöglichkeiten für Pflegedienste im Bereich der WGH weitere Probleme geben, können sich die Schwestern an die Genossenschaft wenden. Wir werden versuchen, zu helfen“, so Keim. 

Er verstehe, dass die Mitarbeiter eines Pflegedienstes keine größeren Strecken vom Parkplatz bis zu ihren Patienten laufen können. Denn das koste Zeit und die haben die Schwestern meist nicht. Die fehle dann bei der Pflege der Patienten. 

Im konkreten Fall geht es um das Abstellen des kleinen Autos am Wertstoffcontainerplatz an der Wendeschleife der Straße der Jugend. Hier ist Parkverbot. Das wissen die Frauen. Doch manchmal haben sie keine Chance und müssen das Fahrzeug genau dort abstellen. Denn zwei Mal am Tag benötigt eine Patientin, die in der Nähe der Wendeschleife wohnt, die Unterstützung des Pflegedienstes. 

Ganz in der Nähe gibt es Parkplätze, doch die haben Privatpersonen gemietet. Außerdem ist ein Platz als Stundenparkplatz ausgewiesen. Ist er frei, wird er von den Schwestern gern genutzt. Denn dann wissen sie, dass sie keine Bedenken wegen eines Knöllchens haben müssen. Doch meist steht schon ein Fahrzeug auf dem Platz – oft auch länger als eine Stunde, manchmal sogar das gesamte Wochenende, berichten die Anwohner. 

„Früh um 7 Uhr brauchten wir keine Bedenken zu haben, ein Knöllchen zu bekommen, wenn wir unser Fahrzeug an den Containerplatz stellten. Doch am Nachmittag, gegen 16 Uhr, vor allem dienstags und donnerstags, wurde fast immer kontrolliert. Wir hatten den Eindruck, dass der Ordnungsbedienstete gezielt die Straße der Jugend angefahren ist“, sagten die Schwestern Annett Majewski und Beate Gäbel. Sie und auch andere Schwestern bekamen schon viele Bußgeldbescheide. „Dass wir Knöllchen bekommen, passiert uns nur an diesem Standort“, so die Schwestern. Einsprüche gegen die Bescheide haben sie auch schon geschrieben. Jedoch erfolglos. Ihnen wurden die Parkplätze in der Nähe des Kleiderstübchens von der Stadt als Alternative genannt. Doch dann müssten die Schwestern einen längeren Weg zurücklegen. Dafür haben sie keine Zeit. 

„Wir müssen uns an die Vorschriften halten. Im Bereich der Wendeschleife ist nun einmal Parkverbot“, so Bauamtsleiter Ronald Fischer, der auch Chef des Ordnungsamtes ist. Wenn keine Bußgeldbescheide verteilt würden, dann wäre die Wendeschleife schnell zugeparkt."

Quelle: Mende, Sylvia: Parkproblem des Pflegedienstes gelöstÖffnet externen Link in neuem FensterSächsische Zeitung  19.02.2015


Modernisierungsmaßnahmen am Objekt Nordstr. 33 sind abgeschlossen!

Die Wohnungen in der Nordstraße 33 wurden im Jahr 2014 umfassend modernisiert und vorgerichtet.  Dabei erfolgte in den Wohnungen nicht nur die Erneuerung der Elektroinstallation und Heizungstechnik, sondern auch der Einbau von neuen Türen. Neben neu verlegten Bodenbelägen bestechen die Wohnungen auch durch modern hergerichtete Badezimmer, welche über Duschkabinen oder Badewannen verfügen. 


Die circa 64 Quadratmeter großen Dreiraumwohnungen verfügen zudem über zusätzliche Abstellflächen auf dem Dachboden. Darüber hinaus sind in der Nähe des Wohnhauses Autostellplätze vorhanden. Hinter dem Objekt bieten kleine Gärten Hobbygärtnern die Möglichkeit ihren grünen Daumen unter Beweis zu stellen. Ergänzt werden die Gärtchen durch weitere Grünflächen, welche zudem über einen Wäscheplatz verfügen.

Die Nettokaltmiete der umfassend modernisierten Wohnungen beträgt 313,00 Euro bis 317,00 Euro. Die Nebenkosten belaufen sich auf 80,00 Euro und die Heizkosten sind mit 42,00 Euro veranschlagt.

Die zukünftigen Mieter haben es zudem nicht weit bis zur Arztpraxis und zur Kindertagesstätte. Auch zwei Supermärkte (Rewe und Edeka) sind in unmittelbarer Nähe. Bis zur Harthaer Oberschule sind es etwa 1500 m, bis zum Luther-Gymnasium rund 100 m. Mit den nur circa 100 Meter entfernten Bushaltestellen in Richtung Döbeln, Leisnig, Geringswalde und Waldheim ist auch eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr gegeben. 


WGH-Kahn wird auf Vordermann gebracht

Vorstand Jörg Keim zieht einjährige Bilanz

"Kurz vorm Kentern des Wohnungsgenossenschafts-Kahns riss Jörg Keim das Ruder vor gut einem Jahr an sich. Der 52-Jährige trotzte dem Sturm und steuerte das leckgeschlagene Schiff durch Wind und Wellen, anfangs noch im Clinch mit der eigenen Mannschaft, sicher in den Harthaer Hafen. Dort wird auch mit Hilfe unterstützender Hände aus Leipzig der Zweimaster langsam aber stetig wieder auf Vordermann gebracht, sprich das finanziell gebeutelte Unternehmen Schritt für Schritt aus der Schuldenfalle geführt. Dabei wird die Crew nicht vergessen. Schließlich sind die immerhin knapp 460 WGH-Mitglieder das Herz des 51-Jahre alten Kahns. Trotz der auf den Schultern der Genossenschaftler drückenden Schuldenlast von 12 Millionen Euro konnten im vergangenen Jahr 500000 Euro in die Bausubstanz investiert werden. Davon allein 300000 in den Block „Herbst“ an der Nordstraße. Der wurde mit Balkonen aufgewertet. Damit das Bild rund wird, sollen die Treppenhäuser aufgehübscht werden „Das war eine Zusage an die Mieter, als sie damals aus dem Haus umzogen, dass abgerissen wurde“, hakte Vorstand Keim eine Baustelle ab. Eine weitere war die grundhafte Sanierung von vier Wohnungen in der selben Straße (Hausnummer 33). „Wir sind im Tagesgeschäft eines Vermieters angekommen“, zieht der WGH-Chef erleichtert Bilanz, „kümmern uns um Betriebskostenanfechtungen und Havariefälle.“ Ausruhen kann und will sich der Kapitän auf den Planken nicht. An einigen Stellen sin diese morsch. „Es hat sich in den vergangenen Jahren aufgrund der finanziellen Lage viel angestaut“, erklärte Keim. Derzeit wird geprüft, ob am Haus „Winter“ ebenfalls Balkone montiert werden können. Denn auch in diesem Jahr sollen 500000 Euro investiert werden. Auch Treppenhäuser und Handläufe sollen auf Vordermann gebracht werden. Das ist nötig, will die Genossenschaft wieder zurück in die schwarzen Zahlen. Schließlich wurde im Jahr 2013 zwar der Verlust deutlich eingedämpft, aber unterm Strich stand immer noch ein Minus von 147000 Euro. „Es sind die Leerstandskosten, die uns enorm drücken“, begründete der Vorstand. Von den 583 Wohnungen im Bestand stehen 161 leer. „26 Prozent sind nach wie vor hoch. Die demografische Entwicklung ist der Hauptgegner in Hartha“, sagte Keim. „Deswegen müssen wir manchmal über den Schatten springen und auch über den Preis reden, bevor die Wohnungen leer bleiben.“ "

 

Quelle: Bley, Alexander : WGH-Kahn wird auf Vordermann gebracht, Öffnet externen Link in neuem FensterDöbelner Allgemeine , 18.01.2015


Mit mehr Komfort mehr Mieter gewinnen

"Das Jahr 2014 war kein einfaches für die WGH. Trotzdem wurde eine halbe Million Euro investiert und es geht weiter.

Auch wenn es etwas gedauert hat. Die Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) hat ihr Versprechen gehalten. Diejenigen, die sich bereiterklärten in den Block Herbst an der Nordstraße zu ziehen, weil ihr Haus abgerissen wurde, haben einen Balkon bekommen. Und nun werden die Treppenhäuser malermäßig instand gesetzt. Nun prüft der Vorstand der WGH, ob die Wohnungen am Haus Winter auch Balkone bekommen und die leerstehenden Wohnungen auf Vordermann gebracht werden. Immerhin muss bei diesem Vorhaben mit einer Investitionssumme von 300 000 Euro gerechnet werden. 

Das fällt der WGH, die im Jahr 2013 in eine wirtschaftliche Schieflage gekommen war (DA berichtete) nicht leicht. Trotzdem will sie für ihre Mieter etwas tun, um das Wohnen in der Genossenschaft attraktiv zu machen – für die langjährigen Genossenschaftsmitglieder genauso wie für neue. Insgesamt investierte die WGH eine halbe Million Euro. 

Ein Teil des Geldes floss ins Haus Nummer 33 an der Nordstraße. Hier ließ sie vier Wohnungen in Ordnung bringen. In allen wurden die Bäder saniert – zwei bekamen eine Dusche und zwei weitere eine Badewanne. Der Fußboden in den Wohnungen wurde verlegt, die Türen und die Elektrik erneuert und eine Anschlussstation für die Gasheizung gebaut.

Ingrid Schröder wohnt an der Nordstraße 48, im Block Herbst der Wohnungsgenossenschaft Hartha. Sie freut sich über ihren Balkon, der wie die 17 anderen im vergangenen Jahr angebaut wurde. Nun werden die Treppenhäuser gestrichen. Foto: Dietmar Thomas

Seit etwas mehr als einem Jahr ist Jörg Keim Vorstand der WGH. Ihm ist es gelungen, die Liquidität der Genossenschaft wieder herzustellen. „Seit Frühjahr vergangenen Jahres können wir alle Rechnungen bezahlen und sind nicht mehr bestandsgefährdet“, so Jörg Keim. Das hatte die Wirtschaftsprüfung durch den Verband der Sächsischen Wohnungsgenossenschaft ergeben. Trotzdem sei die WGH für die Banken noch ein Sanierungsfall. Weitere Investitionen würden gründlich geprüft, so Keim. „Das vergangene Jahr war kein einfaches. Das Sanierungskonzept wurde bestätigt. Das war möglich, weil wir durch die Bank, dem Hauptgläubiger, begleitet worden sind“, sagte der Vorstand. Die Streitereien um die Mieterhöhung sind beendet. Teilweise wurde die Forderung nach einer höheren Zahlung zurückgenommen. 

„Wichtig war, dass wir das Image wieder geradegebogen haben und neue Mieter, auch von außerhalb gewinnen konnten“, so Keim. Der Vermietungsprozess sei in Gang gekommen, müsse aber weiter angekurbelt werden. Immerhin beträgt der Leerstand 26 Prozent. Von den 583 Wohnungen der Genossenschaft sind 422 vermietet. „Unser Hauptgegner ist die demografische Entwicklung“, so Jörg Keim. Wenn es um die Akquise neuer Mieter geht, setzt die WGH auf den neu gestalteten Internetauftritt und auf Vermietungsaktivitäten. Das heißt, die Mitarbeiterin hat mehr Freiräume, kann bei der Miete oder der Ausstattung verhandeln. 

„Wir sind beim Tagesgeschäft angekommen“, sagte der Vorstand. Da gehe es um die Abrechnung der Betriebskosten, die Behebung von Havariefällen und andere Dinge. Auch ein paar Steine, die auf Park- und Grünflächen lagen, und über die sich Mieter ärgerten, sind schon abtransortiert worden. Das betrifft die Döbelner Straße und die Straße der Jugend. 

„In den letzten Jahren haben sich sehr viele Reparaturen angestaut. Dazu gehören die Treppen zu den Eingängen der Häuser an der Straße der Jugend 1 bis 7. Da muss etwas passieren. Das wissen wir“, so Jörg Keim. 

Der Vorstand will vorerst keine Wohnhäuser mehr abreißen oder zurückbauen lassen. „Um eine Wohnung so stilllegen zu lassen, dass sie nicht mehr als eine solche gilt, ist der Aufwand einfach zu groß, die Investition zu teuer. Außerdem gehen so Möglichkeiten des Ausbaus verloren“, sagte Jörg Keim. Ihm ist es lieber, die Wohnungen zu vermieten. Immerhin kostet eine leerstehende Wohneinheit im Jahr 600 Euro. Diese Kosten muss die Genossenschaft tragen. Sie können nicht auf die Mieter umgelegt werden. „Da ist es doch besser, wir kommen den Mietinteressenten preislich entgegen“, so der Vorstand. 

Auch die Mitglieder der Genossenschaft sind sich durch einige neue Angebote näher gekommen und fühlen sich heimischer und akzeptierter. So gibt es zum Beispiel auch in diesem Jahr wieder Alltagsbegleiter, die alleinstehenden Senioren Hilfe geben und die Begegnungsstätte wurde im Mai vergangenen Jahres eingeweiht. „Wir wissen, dass unsere Mieter immer älter werden. Deshalb unterbreiten wir ihnen diese Angebote. Bei den Wohnungen setzt die Genossenschaft auf altersfreundliches Wohnen. Es sind oft kleine Dinge, wie Haltegriffe, die das Leben erleichtern."

Quelle: Mende, Sylvia: Mit mehr Komfort mehr Mieter gewinnen, Sächsische ZeitungÖffnet externen Link in neuem Fenster, 15.01.2015


Gemütlicher Jahresausklang in der Begegnungsstätte der WGH

"Die Begegnungsstätte der Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) ist nach kurzer zeit zu einem Treffpunkt für Senioren und Alleinstehende geworden. Um das Jahr gemütlich ausklingen zu lassen, hatte die Mieterbetreuerin der WGH Angelika Krawtschenko zu einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Stollen eingeladen. Dieses Angebot nutzten viele Interessierte. Sie ließen sich nicht vom falschen Datum verwirren, das im DA veröffentlicht war. Seit Juni bietet die WGH jeden Monat eine Veranstaltung zu einem Thema an. So waren schon Bibliothekarin Andrea Zenker und ein Apotheker zu Gast. Auch der Spielenachmittag ist beliebt. Gestern wurde die Zeit nicht nur zu einem Plausch genutzt, sondern ein Plan für das nächste Jahr aufgestellt. Es sind wieder einige Vorträge geplant. Die Themen sind vielfältig. Eingeladen werden sollen unter anderem die Polizei, eine Ernährungsberaterin oder ein Anwalt, der über Patientenversorgung und Vorsorgevollmacht spricht. Es könnte Vorträge über die Jagd oder die Natur geben. Das Spielen und das gemütliche Beisammensein werden ebenfalls nicht zu kurz kommen."

Quelle: Neue Pläne für Begegnungsstätte, Sächsische Zeitung, 17.12.2014


Mal wieder unter Leuten - Buchlesung in der Begegnungsstätte der WGH

Foto: Sven Bartsch,
Döbelner Allgemeine Zeitung

Am Dienstag, den 25. November lud die Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) gemeinsam mit Bibliotheksleiterin Andrea Zänker Mitglieder und Interessierte zu einer vorweihnachtlichen Buchlesung in die Begegnungsstätte in der Straße der Jugend 55 ein. Als Andrea Zänker am Nachmittag die Klingel der Begegnungsstätte der WGH drückte, wurde sie bereits von zehn älteren Mietern, welche regelmäßig zu monatlichen Treffen zusammen kommen, freudig mit einer gedeckten Kaffeetafel empfangen. Bei Kaffee und Weihnachtsgebäck lauschten die Seniorinnen und Senioren gespannt den heiteren und spannenden Geschichten der Vortragenden und stimmten sich gemeinsam auf die bevorstehende Adventszeit ein! 

Die vorweihnachtliche Buchlesung war allerdings nicht die letzte Veranstaltung in diesem Jahr, denn bereits in knapp drei Wochen lädt die WGH am Dienstag, den 16. Dezember ab 14.00 Uhr alle Mieter und Interessierte recht herzlich zu einem gemütlichen Weihnachtskaffeenachmittag in die Begegnungsstätte ein! 


Vorstandsvorsitzender der WGH, Jörg Keim, signalisiert Bereitschaft die Räumlichkeiten der Begegnungsstätte der Volkssolidarität zur Verfügung zu stellen

"Damit die Senioren aus der Villa Frohsinn in Hartha ab Januar 2015 an einem neuen Treffpunkt zusammenkommen können, steht die Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) in Verhandlung mit der Volkssolidarität Regionalverband Döbeln. Das bekundete WGH-Geschäftsführer Jörg Keim gegenüber der DAZ.

Gleichwohl konnte Winfried Schneider, Geschäftsführer des Volkssolidarität Regionalverbandes Döbeln, diese Sachlage bisher nicht bestätigen, weil er nicht zu erreichen ist. Konkret geht es um die Raumnutzung der WGH-Begegnungsstätte in der Straße der Jugend 55. „Wir habend die Bereitschaft signalisiert, unsere Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Ich würde eine Vereinbarung begrüßen, da viele Mitglieder von uns bei der Volkssolidarität dabei sind“, so Keim.

Details hätten die beiden Geschäftsführer bisher nicht besprochen. Diese würden in den nächsten Wochen folgen. Verhandlungsbasis seien Treffs zweimal pro Woche. Die WGH hat ihre Begegnungsstätte im Mai dieses Jahres eingerichtet. Momentan finden dort monatliche WGH-Mitgliedertreffen statt sowie private Mitglieder-Feiern. Die Lokalität war ursprünglich eine Zwei-Raumwohnung, deren Schlafend Wohnzimmer zu einem großen Raum umgebaut wurden. Die Begegnungsstätte umfasst 40 bis 50 Sitzplätze, zwei Toiletten, einen Lagerraum im Keller und eine komplette Küchenausstattung, inklusive Herd, Ofen, Spülmaschine, Kühlschrank, drei Kaffeemaschinen und Geschirr. Die Begegnungsstätte liegt im Erdgeschoss und ist für Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer leichter zu erreichen als die Räumlichkeiten in der Villa Frohsinn, die im ersten Obergeschoss liegen. Nach Aussagen des WGH-Geschäftsführers können verschiedene Einrichtungsgegenstände aus der Villa Frohsinn in der WGH-Begegnungsstätte eingesetzt werden. Auch der Lagerraum im Keller könne genutzt werden. Für Sommerveranstaltungen biete die Wiese vor der Begegnungsstätte Platz für ein Partyzelt und Grillmöglichkeiten. 

Die Volkssolidarität Regionalverband Döbeln betreibt die Villa Frohsinn in der Gallbergstraße in Hartha seit 1994. Im September dieses Jahres kündigte der Vorstand an, das Mietverhältnis mit der Stadt Hartha, die die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, Ende des Jahres zu beenden. Der Verband nannte betriebswirtschaftliche Gründe für die Kündigung. Auch in Waldheim wird ein Seniorentreff der Volkssolidarität geschlossen."

 

Quelle: Graul, Victoria: WGH-Geschäftsführer signalisiert BereitschaftÖffnet externen Link in neuem FensterDöbelner Allgemeine, 30.10.2014


Veranstaltungsprogramm der Begegnungsstätte der WGH

Unser Veranstaltungsprogramm beinhaltet eine Auswahl von Veranstaltungen, die durch die Mitglieder angeregt oder selbst gestaltet werden. Wir bieten verschiedene Angebote in den Bereichen wie Bildung und Kultur.

  • Programm: Oktober bis Dezember 1.7 M

    Zum Download der Veranstaltungsübersicht der WGH-Begegnungsstätte klicken Sie bitte auf "Programm: Oktober bis Dezember".

Bewohner der Nordstraße freuen sich über fertiggestellten Balkonanbauten

 

Die letzten warmen Strahlen der Herbstsonne werden die Bewohner in der Nordstraße Nummer 44 - 48 auf ihren neuen Balkonen genießen, da die Wohnungsgenossenschaft Hartha insgesamt 18 neue Balkone am ehemaligen Haus „Herbst“  für 180.000 Euro angebracht hat.

Auf den kommenden Sommer sowie herrliche Sonnenstunden und gemütliche Sommerabende auf ihren neuen Balkonen freuen sich die Bewohner der Nordstraße bereits jetzt schon!

 

Bildquelle: Berger, Wolfgang: Balkone sollen Freude am Wohnen in Hartha erhöhen, Hartha-Aktuell, 2014


Wohnungsgenossenschaft Hartha will wieder schwarze Zahlen

Cathrin Reichelt von der Sächsische Zeitung berichtet vom Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden der Wohnungsgenossenschaft Hartha, Jörg Keim, welcher über die geplanten Ziele und Investitionen der Wohnungsgenossenschaft informiert:

"Jörg Keim, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH), sagt: „Wir gehen davon aus, dass es weitergeht.“ Die Querelen um die Mieterhöhungen, die einige Mieter zum Auszug bewogen haben, sind beigelegt. Erste Sanierungen haben begonnen. Trotzdem machen sich die Mieter Gedanken. Denn die Genossenschaft drückt eine große Schuldenlast. „Wie lange werden wir das durchstehen?“, wollte eine Mieterin am Montagabend während der Mitgliederversammlung wissen. Keim ist optimistisch. „Ab 2015 rechnen wir mit einer kleinen schwarzen Zahl“, sagte er vor 102 Interessierten. Allerdings werde sich an der Grundsituation der WGH nicht viel ändern. Denn der Leerstand sei immer noch massiv.

Eine leichte positive Tendenz ist aber erkennbar. 17 Neuvermietungen bisher in diesem Jahr stehen acht im gesamten vergangenen Jahr gegenüber. 2013 sind 16Mieter innerhalb der Genossenschaft umgezogen. In den vergangenen neun Monaten waren es fünf. Ausgezogen sind im vergangenen Jahr 39 Mieter. „Dieses Jahr deckt sich die Zahl bisher mit den Neuvermietungen“, erklärt der Vorstand. „Wir hoffen, dass die Zahl der Neuvermietungen bis zum Jahresende die der Auszüge übersteigt.“

Derzeit gehören zur WGH 481 Wohnungen. Davon stehen 156 leer. Jörg Keim spricht von einer guten Belegung der Objekte, auch wenn zeitweise bis zu 25 Prozent unbewohnt sind.

Um die Wohnungen für Mieter attraktiv zu machen, nimmt die Genossenschaft einiges Geld in die Hand. An den Häusern Nordstraße 44 bis 48 wurden Balkone angebaut. Das soll an der Nordstraße 38 bis 42 weitergeführt werden. „Ich bin optimistisch, dass wir das mit der Finanzierung hinkriegen“, sagt Keim. Rund 300000 Euro wurden bisher für die Balkone ausgegeben. Dazu kommen 120000 Euro für Instandhaltungen.

Außerdem sind für die Wohnungen an der Straße des Friedens neue Heizungen geplant. Das diene der Verbesserung der Wohnqualität. Jörg Keim sei aber auch bewusst, dass die Arbeiten zu einigen Beeinträchtigungen für die Mieter führen werden. Denn die Wohnungen seien gut belegt.

Insgesamt werde der Vorstand aber die Liquidität der Genossenschaft im Auge behalten, also weiter sparsam wirtschaften. Das, was kaputtgeht, werde repariert. „Aber große Sprünge können wir nicht machen“, meint Keim. Das wissen auch die Mieter. Trotzdem sind deren Gefühle noch zwiespältig. Zum einen freuen sie sich, dass sich der Kampf gegen die Mieterhöhung gelohnt hat. Die einen bezahlen so viel wie früher. Andere konnten die Erhöhung minimieren. Auch die Modernisierungen und Sanierungen sehen sie positiv. Nun hoffen sie, dass auch in Ordnung gebracht werden kann, was sie schon lange bemängeln. In dem einen Haus ist es das undichte Dach, unter dem nur Wasserschäden vermieden werden, weil die Mieter selbst Auffangbehälter unter den tropfenden Bereich gestellt haben. Bei anderen ist es das Wohnumfeld. Bereits seit 1959 sei der Wirtschaftsweg um ihr Haus in demselben Zustand, meint eine Mieterin. Zum Bau sei damals die Schlacke aus den Textilwerken verwendet worden. Die sei inzwischen ausgespült und löchrig. Jedes Mal, wenn es regnet, und im Winter weiche der Boden stark auf. Hier erhofft sich die Mieterin eine baldige Änderung. „Nun haben wir die Mieterhöhung bezahlt, aber haben noch nichts davon“, meint sie."

Quelle: Reichelt, CathrinWohnungsgenossenschaft will wieder schwarze Zahlen, Sächsische Zeitung, 24.09.2014


Einladung zur Mitgliederversammung 2014

Sehr geehrte Genossenschaftsmitglieder,

wir laden Sie recht herzlich zur 25. Mitgliederversammlung für Montag, den 22. 09. 2014
in die HarthArena Döbelner Straße 55, 04746 Hartha ein.

Einlass:  17.00 Uhr

Beginn:   18.00 Uhr

Ende:      gegen 20.00 Uhr


Als Anlage erhalten Sie zur Einladung die Tagesordnung sowie die Anlage der Beschlussvorlagen und eine vorbereitete Vollmacht, die bei Inanspruchnahme der Vertreterregelung am Versammlungstag ausgefüllt und unterzeichnet abgegeben werden muss.

Ferner weisen wir darauf hin, dass der durch den  Aufsichtsrat geprüfte Jahresabschluss 2013 und der Bericht des Aufsichtsrates  in der Geschäftsstelle während der Geschäftszeiten zur Einsichtnahme vorliegen.

Die Tagesordnung finden Sie nachstehend als PDF Datei zum Download.


Fünf Alltagsbegleiter der WGH unterstützen Seniorinnen & Senioren im Alltag

In der Sächsische Zeitung berichtet Sylvia Mende über das aktuelle Projekt "Alltagsbegleiter" der Wohnungsgenossenschaft Hartha:

"Fünf Ruheständler sind seit dem Frühjahr bei der Wohnungsgenossenschaft im Einsatz. Das Projekt kommt an.
Alltagsbegleiter hat es schon immer gegeben. Sie wurden nur nicht so genannt. Es war einfach Nachbarschaftshilfe. Meist wurde sie nur von denjenigen gewürdigt, die die Unterstützung bekamen. Nun ist das anders. Seit diesem Jahr gibt es das soziale Projekt Alltagsbegleiter. Für das hatte sich die Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH) beworben und auch den Zuschlag bekommen.

Seit Mai gibt es nun fünf Alltagsbegleiter, die sich teilweise um mehrere ältere Leute kümmern. Dabei geht es nicht um Pflege, sondern um die Hilfe beim Einkauf, bei Behördengängen oder bei einem Arztbesuch. Aber auch kleinere Hilfen im Haushalt wie das Wechseln einer Glühbirne, gemeinsames Kochen und Einkaufen oder ein entspannter Lese- und Kaffeenachmittag bieten Möglichkeiten der Unterstützung.

„Unser Projekt ist gut angelaufen“, sagte Angelika Krawtschenko, Mieterbetreuerin bei der WGH. Dabei habe sie anfangs nicht so recht gewusst, wie sie das Projekt anpacken, Alttagsbegleiter und diejenigen finden soll, die Hilfe benötigen. „Ich kann ja nicht einfach die Leute so ansprechen. Schließlich muss die Aufgabe mit innerer Überzeugung übernommen werden und die Chemie zwischen den Leuten stimmen“, sagte Angelika Krawtschenko. Dann wurde es leichter als gedacht. Ein Ehepaar im Haus, in dem sich die Verwaltung der WGH befindet, bekommt von einem Ruheständler Hilfe. „Wir haben ihn angesprochen und erfuhren so, dass es noch andere rüstige Senioren gibt, die diejenigen unterstützen, die Hilfe brauchen“, so die Mieterbetreuerin. So hat sich alles ergeben.

„Jetzt haben wir sogar Anfragen von Leuten, die ebenfalls Alltagsbegleiter werden wollen“, sagte Krawtschenko . Allerdings sei das Projekt bis Ende des Jahres und auf fünf Personen begrenzt. Die WGH würde gern mehr Alltagsbegleiter einsetzen, denn die Zahl der älteren Mieter, die keine Angehörigen haben oder die nicht in der Nähe wohnen, steigt.

„Das ist kein Problem“, sagte Sandra Möckel von der Koordinierungsstelle Alltagsbegleiter. Bis zum 31. Oktober ist ein neuer Antrag zu stellen. Mit diesem kann auch die Zahl der eingesetzten Alltagsbegleiter erhöht werden. Eine Beschränkung nach oben gibt es nicht. Nur die Mindestanzahl von fünf Alttagsbegleitern ist gesetzt. Ein Projektjahr geht immer vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Ob es für nächstes Jahr Fördergeld gibt, kann Sandra Möckel nicht sagen. Sie hofft es sehr, da es von vielen Stellen eine positive Resonanz gibt. Die Altersbegleiter treffen sich regelmäßig mit Angelika Krawtschenko in der Begegnungsstätte, um über ihre Erfahrungen bei ihrer Tätigkeit zu sprechen. Bei den Alltagsbegleitern handelt es sich um langjährige Genossenschaftsmitglieder. Auch wenn sie ihre Sache gern und mit viel Engagement machen, wollen sie nicht namentlich erwähnt werden. „Teilweise schämen sich die Leute, dass sie für das, was sie sonst auch machen, Geld bekommen“, sagte die Mieterbetreuerin."

Quelle: Mende, Sylvia: Alltagsbegleiter helfen im Alter, Sächsische Zeitung, 29.08.2014


Neue Begegnungsstätte der WG Hartha eG

Seit 01.05.2014 hat unsere Wohnungsgenossenschaft eine Begegnungsstätte.
Sie befindet sich in Hartha in der Straße der Jugend 55 im Erdgeschoß.

Unsere Begegnungsstätte ist ca. 60m² groß. Aus einer 2-Raumwohnung wurde die Wand zwischen Wohnzimmer und Schlafzimmer entfernt und es entstand so ein großer Raum. Ausgestattet ist dieser Raum mit einer Küchenzeile, Geschirr, Kaffeemaschinen und verschiedenem Kücheninventar. Zirka 40 Personen können darin Platz finden. Aus der ehemaligen Küche entstand eine zusätzlich Toilette.

Vorgesehen ist es, mit Schaffung dieser Begegnungsstätte, das Genossenschaftsleben wieder mehr aufleben zu lassen. So sollen jeden Monat Treffen organisiert werden, z.B. Gemeinsame Kaffee-
Nachmittage zum Kennenlernen, Vorträge von Apothekern, Bildvorträge von Land und Leuten, oder auch von Hartha`s Flora und Fauna.

Ebenfalls können diese Räumlichkeiten von unseren Genossenschaftsmitgliedern zu Ihren eigenen Feierlichkeiten bestellt und genutzt werden.

Informationen über die Modalitäten zur Nutzung unserer Begegnungsstätte erhalten Sie unter Telefon: 034328/38810.


Nordstr.44-48
Beginn mit dem Balkonanbau

Baumaßnahmen der WG Hartha

In der der Nordstr.44-48 wird in den nächsten Tagen mit dem Balkonanbau begonnen.

Das Objekt in der Nordstr.33 wird ebenfalls modernisiert. Die 4 vorhandenen Wohnungen stehen ab Herbst zur Vermietung bereit.